Sturm

«Joachim»-Böe saust mit 155,9 Stundenkilometern über den Grenchenberg

Archivbild 2010

Der Untergrenchenberg bei schönerem Wetter

Archivbild 2010

Das Sturmtief «Joachim» gewinnt an Stärke. Auf dem Grenchenberg wurde um 10 Uhr von der SWG-Wetterstation eine maximale Böe von 155,9 Stundenkilometern gemessen. Im Mittelland bewegen sich die Windgeschwindigkeiten um 100 Stundenkilometer.

Für viel Wind sorgt der Sturm mit Namen «Joachim» heute Vormittag in der Schweiz. In der Messperiode um 10 Uhr wurde von der Wetterstation der Städtischen Werke Grenchen (SWG) eine Rekordböe von 155,9 Stundenkilometer registriert. Die SWG bestätigen auf Anfrage, dass der Wert stimme.

Stärkste Böe bisher?

«Unsere Wetterstation auf dem Untergrenchenberg ist kalibriert», sagt Gerhard Weissbaum, Leiter des Bereichs IT der SWG. Sie werde auch im Profibereich als Wetterstation eingesetzt. «Der Wert wird an sich wohl mit plus/minus 10 Prozent korrekt sein.»

Es wäre eine der stärksten gemessenen Böe in der Schweiz. SF Meteo gibt den momentanen Rekord auf der Homepage mit 165 Stundenkilometern an, gemessen auf dem Ostschweizer Berg Säntis. Auf dem Jungfraujoch blies der Wind mit bis zu 149 Kilometern pro Stunde. Auf dem Chasseral waren es 151 Stundenkilometer, auf dem Pilatus 159 km/h.

Auch im Flachland stark

Auch andernorts bläst der Wind zur Zeit stark. So wurde in Fahy JU Spitzen von 121 Stundenkilometer erreicht. In Titterten BL waren es 122 und in Rünenberg 127 Kilometer pro Stunde. Biel/Bienne meldet 115 Stundenkilometer, Grenchen 93 Stundenkilometer. Das letzere Beispiel zeigt, wie lokal der Wind auftreten kann. Biel und Grenchen liegen nur wenige Kilometer Luftlinie auseinander.

Der Circus Gasser-Olympia, der zurzeit in Solothurn gastiert, gibt für seinen Betrieb trotz der widrigen Umstände Entwarnung. «Auf solche Situationen sind wir gefasst, deshalb ist das Zelt auch sturmsicher», versichert Mediensprecherin Ursula Limanets. Damit wird unter anderem verhindert, dass eine Winböe das Zelt von unten her anhebt. Auch böte der Standort neben der Stadtmauer einen guten Windschutz. Eher bangt man aber um den derzeitigen Zweitstandort Aesch BL, wo das Zelt auf freiem Feld steht.   (san)

Viel Landschaft geht aber im Schneetreiben unter.

Der Beweis: Rekordböe auf dem Grenchenberg (1300 Meter über Meer)

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