Am Schluss wurde es zeitlich noch knapp, weil die Stadt mit dem von der Bauherrschaft bezeichneten Bautreuhänder und weiteren Details nicht einverstanden war: Doch jetzt sei die Baubewilligung unmittelbar bevorstehend, heisst es auf der Grenchner Bauverwaltung zur Moschee an der Maienstrasse. «Die von der Stadt geforderten Unterlagen sind vor zwei Stunden eingetroffen», erklärte Stadtplaner Fabian Ochsenbein am Freitagnachmittag.

Isa Ismaili von der Albanisch islamischen Glaubensgemeinschaft (AIG) freut sich: «Unser Bagger ist bereit und wir werden am Montag mit den Aushubarbeiten beginnen.» Dies allerdings ohne irgendeinen Festakt zum ersten Spatenstich. «Wir waren zum Schluss einfach zu stark mit dem Bereinigen des Bauprojekts beschäftigt, um noch so etwas zu organisieren», meint Ismaili lachend.

Die Baubewilligung läuft am 15. April ab. Bis zu diesem Zeitpunkt muss sichtbar mit den Arbeiten begonnen werden, ansonsten ein neues Baugesuch einzureichen wäre. Den von der Stadt als Auflage geforderten Finanzierungsnachweis (durch die Aargauer Kantonalbank) hatte die Bauherrschaft bereits Anfang Februar erbracht.

Die Moschee für rund 200 Gläubige soll rund 2 Mio. Franken kosten. Nach dem Aushub soll eine «namhafte einheimische Baufirma» mit den Hochbauarbeiten betraut werden, wie Ismaili sagt. Die Bauzeit werde rund 18 Monate betragen. (at.)