Kindertagesstätte

Jetzt sind alle drei Angebote unter einem neuen Dach

Thomas Steiner, Präsident der Kindertagesstätte und deren Leiterin Monika Crausaz packen eine Baby-Schaukel aus.

Thomas Steiner, Präsident der Kindertagesstätte und deren Leiterin Monika Crausaz packen eine Baby-Schaukel aus.

Die Kindertagesstätte Delfin bezieht ihr neues Zuhause im umgebauten Adamhaus. Alle Angebote der KiTa sind neu unter einem Dach: Krippe, Schülerhort und Mittagstisch. Die Räume sind lichtdurchflutet, hell und gross.

«Vom Moment an, als die Gemeindeversammlung grünes Licht für den Umbau gab, haben wir mit den Vorbereitungen begonnen», erzählt Monika Crausaz, Leiterin der Kindertagesstätte Delfin. Sie sitzt zusammen mit Gemeinderat Thomas Steiner, Präsident der Kindertagesstätte, im Raum des Mittagstisches an einem der neuen Tische. «Die oberen Stockwerke standen vier Jahre lang leer, im ursprünglichen Konzept waren Wohnungen vorgesehen, aber davon hat man abgesehen – zum Glück für uns», sagt Steiner. Neu stehen statt wie bisher 250 neu 450 Quadratmeter Fläche zur Verfügung, um während 11 Stunden pro Tag eine Betreuung anzubieten. «Das gibt uns auch die Möglichkeit, die Kapazität des Mittagstisches von 12 auf 24 Schüler aufzustocken.»

Alle Angebote der KiTa sind neu unter einem Dach: Krippe, Schülerhort und Mittagstisch. Die Räume sind lichtdurchflutet, hell und gross. Die Krippe hat ihren eigenen Raum, mit Schlafräumen im oberen Stock, separatem Wickelraum und viel Platz zum Spielen. 30 bis 35 Kinder teilen sich hier 12 Vollplätze. Gegenüber befindet sich der Schülerhort mit 12 Vollplätzen. «Hier können um die 50 Kinder die Zeiten zwischen Zuhause und Unterricht überbrücken», erklärt KiTa-Leiterin Crausaz.

Unter dem Dach befindet sich der grosse Raum für den Mittagstisch, der auch als Raum für den Schülerhort dient. Eine neue Küche wurde eingebaut, obwohl nicht eigentlich hier gekocht wird. «Wir holen das Mittagessen zusammen mit den Kindern immer noch mit einem Leiterwägeli im Altersheim gleich nebenan, aber es besteht jetzt eben auch die Möglichkeit, mit den Kindern mal ein ‹Kochprojekt› durchzuführen», sagt Monika Crausaz. Für den Mittagstisch wurde neues Mobiliar angeschafft. Schülerhort und Mittagstisch können die bereits bestehenden sanitären Anlagen im Parterre benützen, die Krippe hat eigene Toiletten und Dusche. Auch für das Personal sind Räumlichkeiten vorhanden.

Aufstockung des Teams

Zu den zehn Bisherigen kommen neu ab September eine Praktikantin und zwei Mädchen, die eine Vorlehre absolvieren. «Total haben wir dann fünf Auszubildende» erklärt der KiTa-Präsident. Der Umbau dauerte ziemlich genau fünf Monate. «Wir konnten den Zeitplan und auch das Budget einhalten», sagt Steiner. Das Architekturbüro «Atelier 21» war für Entwurf und Ausführung zuständig, man legte viel Wert darauf, den Charakter des historischen Gebäudes beizubehalten, hochwertige Materialien zu verwenden und viel Licht hereinzulassen. So wurden neue Fenster ins Dach gesetzt, die Innenverkleidung aus Holz zeigt sehr gute Schalldämmungseigenschaften und die Isolation hält, was sie verspricht. «Vor ein paar Tagen, als es draussen so heiss war, herrschte hier drinnen eine angenehme Temperatur», meint die KiTa-Leiterin und sie ist auch optimistisch für die kalte Jahreszeit.

Am 27. Juli war Abgabetermin am alten Ort an der Flurstrasse. Das Haus will man verkaufen, bereits 12 Bewerber sind laut Steiner auf der Warteliste.

Den Umzug selber organisiert

«Wir haben gleich nach dem Entscheid der Gemeindeversammlung damit begonnen, den Estrich und Keller zu entrümpeln und uns von allem Überflüssigem zu trennen», erzählt die KiTa-Leiterin. Vor einem Monat ungefähr hätten sie dann damit begonnen, die Sachen einzupacken und letzte Woche sei alles gezügelt worden. Für die Kinder sei das sehr spannend gewesen, sie hätten eifrig mitgeholfen. «Als der Umzug des Spielplatzes im Gange war, machten wir mit den Kindern einen Ausflug an den neuen Ort, wo Bagger im Einsatz waren, den neuen Spielhügel aufschütteten und die Umgebung gestalteten.» Sie freuten sich sehr aufs neue «Zuhause», sagt Monika Crausaz. Das 10-köpfige Team habe sie in zwei Gruppen eingeteilt, erzählt sie. Die eine Gruppe habe Betreuungsarbeit geleistet, die andere sei pro Tag zwischen fünf- und achtmal hin und her gefahren. Nun ist das ganze Material – Spielsachen, Büromaterial, Ordner, Kinderspielburg, Dreiräder und Vierräder, Mal-und Bastel-Utensilien, Babywagen und alles andere, was eine KiTa braucht – erst einmal grob auf die neuen Räumlichkeiten verteilt worden. Jetzt wird fertig eingeräumt, denn die letzten Möbel wurden erst gestern Freitag geliefert und montiert. Und übermorgen Montag nimmt die Kindertagesstätte an ihrem neuen Standort im Adamhaus ihren Betrieb wieder auf.

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