Genau an gleicher Stelle im Hotel Krebs, wo vor 24 Jahren der Galerist Toni Brechbühl die Idee hatte, die wenigen Grenchner Originale, die es noch gebe, sollten gehegt und gepflegt werden, erhielt das «jüngste» Original seine Ehrung. 1987 war die Geburtsstunde des Chappeli-Tüfels, dessen erster Preisträger Mario Dick die Auszeichnung in Form einer Bronzeskulptur erhielt. Geschaffen vom Künstler Hans Peter Schumacher, die dieser frei nach der Originalskulptur in der Eusebiuskirche gestaltet hatte.

So erwiesen am Sonntagmorgen viele Gäste im Hotel Krebs, unter anderem Regierungsrätin Esther Gassler, Stadtpräsident Boris Banga und Toni Broghammer von der Raiffeisenbank und einige noch lebende Preisträger wie Anna Messerli, Toni Brechbühl, Hans Kaufmann und Res Fankhauser dem neuen Preisträger Dagobert Cahannes die Ehre bei der Verleihung.

Zugegeben, künstlerische Spuren hinterlässt der neue Preisträger nicht, und dennoch ist der neue Chappeli-Tüfel 2011 weit über die Landesgrenzen hinaus ein bekannter Speaker und Medienbeauftragter des Regierungsrates des Kanton Solothurn. Dagobert Cahannes tritt daher offiziell als 17. Grenchner Original in die Reihe bekannter Persönlichkeiten wie Anna Messerli, Ernst Thomke, Rainer W. Walter, Peter Travaglini, Teddy Buser, Hans Kaufmann, dem Initiator der selber Tüfel wurde, Toni Brechbühl, Steffi Born und Res Fankhauser.

In der Laudatio, vorgetragen von Hubert Bläsi, der dem Komitee Chappeli-Tüfel vorsteht, heisst es: «Die Auszeichnung «Chappeli-Tüfel» wird durch das Komitee seit 1987 in regelmässigen Abständen einem Grenchner oder einer Grenchnerin verliehen, der oder die auf originale Weise – original im ursprünglichen Sinne von «echt» – im gesamtgesellschaftlichen Bereich durch besondere Leistungen auffällt und für die Region Grenchen und ihrer Bevölkerung positiv in Erscheinung tritt. Chappeli-Tüfel 2011 wird der über die Landesgrenzen hinaus bekannter Speaker Dagobert Cahannes.»

Mit Esprit und Witz

Seit 40 Jahren ist die Stimme des sprachgewandten Grenchners den Sportfreunden wohlbekannt. Mit Esprit, Witz und Humor kommentiert und begleitet Cahannes faktengetreu die grössten Sportanlässe des Landes – Ski-Weltcuprennen, Skiweltmeisterschaften, Eidgenössische Schwing- und Älperfeste und Pferdesportevents. Von 1988 bis 2008 war er an 82 Länderspielen der Fussballnationalmannschaft Stadionsprecher. Er berichtete im Jahr 2000 als Livekommentator von den Olympischen Spielen in Sydney über verschiedene Sportarten.

Als stadtbekannte Persönlichkeit stellte sich Dagobert Cahannes auch lokalen und kantonalen Organisationen zur Verfügung. In den Achtziger Jahren leitete er mit Teddy Buser die populären Talkshows «Grenchner Rendezvous». Dass er als Faschingszünftler wie alle populären Leute oft Zielscheibe für Spöttereien wurde, ist naheliegend. So titulierte ihn die Grenchner Gosche einmal als «Zuständiger für den Breitensport». Oder als er Sprecher des Sportartikel-Multis «Puma» geworden war, karikierte man ihn als «Hängebauch-Puma». Doch er ertrug es mit Humor.

Heute ist Dagobert Cahannes, der am 11. November 1950 geboren ist, die bekannteste Stimme auf den wichtigsten Sportplätzen der Schweiz. Als hervorragender Repräsentant der Stadt Grenchen hat er den Chappeli-Tüfel redlich verdient.

Dagobert Cahannes dankte den Gästen für die grosse Ehre. Er sei völlig überrascht gewesen, als er von der grossen Ehre erfuhr, als 17. Chappeli-Tüfel erkoren worden zu sein. Er versprach, sich würdig in die Ehrengalerie seiner Vorgänger und Vorgängerinnen einzureihen.