Grenchen
Jetzt heisst es Durchstarten im Innovationspark Biel

«Wir sind bereit für Ihre Projekte», sagte Felix Kunz, Solothurner Computerpionier und CEO des Innovationpark Biel an der Versammlung des Industrie- und Handelsverbandes.

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Felix Kunz, CEO des Innovation Park Biel, rührte die Werbetrommel.

Felix Kunz, CEO des Innovation Park Biel, rührte die Werbetrommel.

Hansjörg Sahli

Als CEO der Innocampus AG ist Kunz auf Achse, um das Gelände beim Bieler Bahnhof mit weiteren Partnern zu füllen, die neue Technologien und Produkte im «Switzerland Innovation Park Biel/Bienne» entwickeln wollen. Viel hat er allerdings schon erreicht. Die 4200 Quadratmeter Fläche der ersten Etappe seien schon fast ausgebucht, mit einem guten Mix von Startups- und arrivierten Firmen, berichtete Kunz anlässlich der GV des Industrie- und Handelsverbandes Grenchen und Umgebung (IHVG) in der Aula des Berufsbildungszentrums.

«Bis 2019 entsteht hier für 50 Mio. Fr. die nächste Etappe mit weiteren 15'500 Quadratmetern Fläche.» Diese liege unmittelbar vis a vis des neuen bernischen Fachhochschul-Campus, der gemäss Kunz 2021 eröffnet werden soll.

Der Innovation Park weist drei Forschungsschwerpunkte auf: Energiespeicherung, Medtech und fortgeschrittene Produktionstechnologie (Industrie 4.0). Enthusiastisch zeigte Kunz Produkte, die zurzeit im Innovation Park entwickelt werden: Industrielle Ersatzteile aus diversen Materialien aus dem 3-D-Drucker, ermutigende Resultate bei der Krebstherapie durch «Umprogrammierung» des Immunsystems oder eine neue Generation von Stromspeichern, welche mit Silizium und Luft funktionieren und die achtfache Kapazität heutiger Lithium-Akkus aufweisen sollen.

Kunz betonte, dass man in Biel mit der Umsetzung der vom Bund angestossenen Innovationsparks weiter fortgeschritten sei, als anderswo. «Wir am Jurasüdfuss sind die Macher, nicht die Theoretiker», sagte Kunz. Finanziert werde der Park durch die Flächenvermietung, Forschungs- und technische Dienstleistungen. So sei man beispielsweise daran, das führende «Copy Center» für 3D-Drucke verschiedenster Materialen aufzubauen. «Alles, was wir von Ihnen brauchen, sind die 3D-Daten.» Der 2013 gegründete Innovationspark werde zu 85 Prozent von Wirtschaftsunternehmen, von den Kantonen Bern und Solothurn, der Berner Fachhochschule und der Uni Bern getragen.

An der Generalversammlung des IHVG gab Präsident Erwin Fischer (Lengnau) seiner Sorge Ausdruck, dass die Uhrenindustrie einmal mehr den Anschluss verlieren könnte (Stichwort Smartwatch). Mit Ausnahme der Swatch Sistem 51 habe es in den letzten Jahren kaum technische Innovationen gegeben.

IHVG-Vorstandsmitglied Reto Kohli orientierte über die Lehrlingsmesse IB Live, welche sich sehr erfreulich entwickle und dieses Jahr mit 2500 Besuchern einen Rekord verzeichnete. Jahresrechnung und Budget wurden an der Versammlung oppositionslos verabschiedet und der Vorstand in globo bestätigt. Caroline Knecht und Jürg Lerch hatten ihren Rücktritt aus dem Gremium bekannt gegeben. Thomas Vogt, Präsident der Rodania Gastro AG orientierte zudem über das Restaurant Parktheater, das «zwar auf Kurs, aber noch nicht über den Berg» sei.

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