Grenchen

Jetzt gehen Besuche in Altersheimen wieder ohne Plexiglasscheiben dazwischen

Das AZ Kastels ist für Spontanbesuche noch immer geschlossen

Das AZ Kastels ist für Spontanbesuche noch immer geschlossen

In den Grenchner Altersheimen sind Besucher seit Montag wieder zugelassen – der grosse Ansturm ist vorerst ausgeblieben.

Gestützt auf die Lockerungen durch den Bund hat das kantonale Amt für soziale Sicherheit am Montag das bisherige Besuchsverbot durch ein «kontrolliertes Besuchsrecht» ersetzt. Eine Anmeldung mit Adressangabe der Besuche ist nach wie vor nötig. Dies Zwecks Rückverfolgbarkeit bei einer allfälligen Ansteckung. Die Heime sind ferner aufgefordert, die Besuche auf eine Zeit von 60 Minuten zu beschränken und Besucherzonen einzurichten, die die Wahrung der Corona-Abstandsregeln erlauben. Weiterhin untersagt sind Besuche auf den Abteilungen und Veranstaltungen mit externen Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Wie werden die neuen Gegebenheiten in den Grenchner Heimen umgesetzt?

Sowohl im Alterszentrum Kastels (AZK) als auch im Alterszentrum Weinberg (AZW) wurden Besucherzonen eingerichtet und ersetzen das bisherige Regime mit der Kontaktbox. Sie umfassen je drei Tische mit zwei Stühlen und befinden sich im AZK im Restaurantbereich und im AZW im Weinbergstübli. Es können Besuche in drei Zeitfenstern gebucht werden: vormittags von 10 Uhr bis 11 Uhr, nachmittags von 13 Uhr bis 16 Uhr und abends von 19 Uhr bis 20 Uhr. Die Besuche beginnen jeweils auf die volle Stunde und können maximal 45 Minuten dauern. Die verbleibende Zeit zur vollen Stunde wird für den Besucherwechsel und die Desinfektion gebraucht. Reservationen können von Montag bis Freitag von 8–12 Uhr entgegengenommen werden.

Eine Anfrage im «Kastels» ergab am Dienstag, dass in den ersten beiden Tagen noch kein Besucher-Run festgestellt worden sei. Dies könne sich aber im Hinblick auf das Pfingstwochenende durchaus noch ändern, vermutet man.

Anderseits: Ausser dass die Plexiglasscheibe weg ist, hat sich zum früheren Regime wenig geändert. Berührungen oder gar Umarmungen sind nach wie vor verboten. Es sind auch nur «die engsten Angehörigen oder engste Vertrauenspersonen» als Besuch zulässig.

Auch im Pflegezentrum Sunnepark hat man sich auf das neue Regime umgestellt, wie Geschäftsführer Jörg Mummenthey bekannt gibt. Die Besuchszeit ist hier jeweils auf 20 Minuten beschränkt und das Setting umfasst eine Gesichtsmaske (Bewohner und Besucher). Auch hier ist eine Voranmeldung zwingend. Sowohl in den städtischen Heimen als auch im Sunnepark zeigt man sich erleichtert, dass man bisher von Corona-Ansteckungen verschont geblieben sei.

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