Grenchenberg

Jedes Slalomtor perfekt fahren: 90 Skibegeisterte flitzten um die Wette

Beim Jugendskirennen auf dem Hausberg kämpften die Kids um Zehntelsekunden und Punkte. Bei dem zweitägigen Event absolvierten die jungen Skifahrer in verschiedenen Kategorien insgesamt vier Slalomläufe.

Bei der fünften Austragung des Jugendskirennen Grenchenberg fuhren dieses Wochenende Kinder und Jugendliche bis und mit 18 Jahre um den Sieg der nach dem Hauptsponsor benannten Raiffeisen-Trophy (auch Grenchenberg-Trophy genannt) und um Punkte für die Slalom-Verbandsmeisterschaften von Schneesport Mittelland. An den beiden Tagen absolvierten die zahlreichen Skibegeisterten in verschiedenen Kategorien insgesamt vier Slalomläufe.

Für Buben und Mädchen ohne Lizenz wurden Animationsrennen durchgeführt, die zwar nicht in den Verbandsmeisterschaften gewertet werden, wohl aber in der Grenchenberg-Trophy. Einer, der in den Animationsrennen um die Trophy fuhr, war Michael Zbinden vom SC Rüschegg. Vor zwei Jahren stand er auf Platz zwei, dieses Jahr waren die Ambitionen ganz klar auf den Sieg gerichtet, den er sich in seiner Kategorie U16 schliesslich auch deutlich holte. Dafür war früh Tagwache: «Wir schliefen zu Hause, da der Skiclub Schwarzenburg die ganzen Schlafplätze besetzt hatte, und mussten daher bereits um sechs Uhr aufstehen.» Einige Teilnehmer seien sogar bereits um fünf Uhr geweckt worden, was sich aber ausgezahlt habe.

Trotz des nasskalten Wetters herrschte unter den Zuschauenden eine super Stimmung, der Speaker sorgte in der Mitte der Strecke für die musikalische Unterstützung. Gleich neben dem Speaker stand die Schneebar, wo man sich mit Glühwein und Sandwiches verpflegen konnte. Angefeuert von den Zuschauenden, den Trainern und den Helfern schlängelten sich die rund 90 Teilnehmenden trotz der eingeschränkten, nebligen Sicht voller Elan durch den Stangenwald, der etwas mehr als 40 Tore umfasste.

Dass man überhaupt fahren konnte, ist den Organisatoren vom Skiclub Selzach und deren hart schuftenden Helfern zu verdanken. Die beiden Läufe am Sonntag starteten mit einer Verzögerung von eineinhalb Stunden, weil es über Nacht in den Neuschnee geregnet hatte. «Am Samstag war der Belag noch steinhart und perfekt zu fahren. Leider hat es in der Nacht auf Sonntag nicht nur geschneit (ca. 15 cm Neuschnee), sondern auch geregnet», meinte Adrian Berger, der für die Organisation zuständig war. Die Piste war somit sulzig und unmöglich zu befahren. Die Helfenden schaufelten also am Sonntagmorgen den verregneten Neuschnee von der Piste, was ihnen gut gelang, aber eben auch zu einer Zeitverzögerung führte.

Ebenfalls präsent war der Samariterverein Grenchen und Umgebung. «Wir sind nun das dritte Mal dabei», erklärt Urs Altermatt. «Vorher hatten die Samariter aus Selzach diesen Posten, sie haben sich dann aber aufgelöst und schliesslich mit uns zusammengetan.» Viel Arbeit hatten die Samariter glücklicherweise nicht zu verrichten. Bei keinem der wenigen Stürze passierte etwas Schlimmes, über Einfädler ärgerte man sich zwar, nahm aber deswegen keine Blessuren mit.

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