Statistik
Jeder Grenchner produzierte im letzten Jahr 544 kg Abfall

Die Grenchnerinnen und Grenchner produzieren 2016 etwas mehr Müll, aber mehr davon wird wiederverwertet als im Jahr davor.

Rainer W. Walter
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Kehrichtberge an einem Montagmorgen in Grenchen. (Archiv)

Kehrichtberge an einem Montagmorgen in Grenchen. (Archiv)

Oliver Menge

Jeder der 17'334 Einwohner unserer sauberen Stadt produzierte 2016 im Durchschnitt 544 kg Kehricht. Und zwar Kehricht, der vom Werkhof in irgendeiner Form weiterverarbeitet werden muss. Das sind glatte 12 kg mehr als im Vorjahr. Doch jetzt kommt der gute Bericht: Von diesen 544 kg mussten «nur» 254 kg pro Einwohner in die Verbrennungsanlage geliefert werden, ganze zwei Kilogramm weniger als im Vorjahr.

Die Grünabfuhr sorgte für eine zweite Verbesserung. 125 kg Grün pro Einwohner gelangten in die Kompostieranlage und das sind satte 13 kg mehr als im Jahr zuvor. Diese Verbesserungen führten dazu, dass 51 Prozent der gesamten Siedlungsabfallmenge der Wiederverwertung zugeführt werden konnten, ein ganzes Prozent mehr als im Vorjahr. Das verdient Lob und Anerkennung.

Wenn von Kehricht, Siedlungsabfällen und Wiederverwertung die Rede ist, darf nicht vergessen werden, dass ein sehr grosser Teil der Abfälle bei den Grossverteilern, dem Gewerbe und dem Handel zur weiteren Verwertung abgegeben werden. Würde man noch die zahlreichen Institutionen beachten, die in Grenchen sinnvolle Wiederverwertung nicht gebrauchter Gegenstände und Materialien aller Art betreiben, man käme auf höchst beachtliche Mengen.

Und das wurde der Wiederverwertung zugeführt: Die bekannteste und traditionsreichste Sammlung sind die vier Aktionstage der Stadtschulen. 873 Tonnen Altpapier sammelten die Kinder, das sind 30 Tonnen weniger als im Vorjahr. Die Schülerinnen und Schüler sind nicht etwa weniger einsatzfreudig gewesen, vielmehr zeigt sich hier deutlich der Trend weg vom Papier und hin zum Internet. Weshalb die Glassammlungen nur 512 Tonnen Material brachten, immerhin zwölf Tonnen weniger als im Vorjahr, ist nicht erklärbar, es sei denn, die Grenchner zeigten, zögerlich zwar, aber immerhin, dem Glas die kalte Schulter. Dafür zeichnet sich bei der Sammlung von Altmetall eine Zunahme um 15 Tonnen auf neu 175 Tonnen ab.

Gut, sogar sehr gut lief das Sammeln von Altkarton. Die eingesammelten 316 Tonnen bedeuten eine Steigerung um 17 Tonnen. Dagegen ging das Ergebnis der Textilsammlung leicht, nämlich um sechs auf 138 Tonnen, zurück. Zehn Tonnen gingen in der stadteigenen Pet-Sammlung ein. Schliesslich wurden 2685 Tonnen Grünmaterial eingesammelt, rund 300 Tonnen mehr als im Vorjahr.

Der Verkauf von Altstoff brachte Einnahmen in der Höhe von 48'600 Franken ein – ein willkommener Zustupf. Die Abfallbeseitigung kostete 1,676 Mio. Franken. Gemäss der Bestimmungen für Sonderfinanzierung leisteten die Einwohner mit den Kehrichtgebühren 1,479 Mio. Franken.

Um das Rechnungsergebnis auszugleichen, wie es das Gesetz verlangt, wurden den Rückstellungen aus früheren Jahren 76'600 Franken entnommen. In den Rückstellungen sind nun nur noch 9200 Franken vorhanden.