52 Prozent der gesamten «Siedlungsabfallmenge», die von den Leuten im Werkhof verarbeitet werden, können der Wiederverarbeitung zugeführt werden. 258 Jahres-Kilogramm pro Person müssen in der Verbrennungsanlage vernichtet werden. In der offiziellen Statistik 2014 des Werkhofes der Baudirektion sind natürlich all jene PET-Flaschen, Batterien, Elektroschrott und viele andere «Restposten» des täglichen Konsumlebens, die bei den Detaillisten entsorgt werden, nicht enthalten. Man darf jedoch annehmen, dass es sich auch hier um einen beachtlichen Berg handelt.

Wurden 2012 von den Schulklassen noch 1030 Tonnen Altpapier gesammelt, waren es bereits 2014 nur noch 932 Tonnen. Zugenommen, und zwar von 310 Tonnen im Jahre 13 auf 313 Tonnen im Berichtsjahr hat die «Ausbeute» beim Karton. – Einen nicht sehr spektakulären Rückgang von 514 Tonnen im Jahre 2013 auf nun 501 Tonnen brachte die Sammlung von Altglas ein.

Der Erlös betrug 28 800 Franken. Weitere rund 48 000 Franken brachte der Verkauf weiterer wiederverwertbarer Stoffe ein. – Ausgezeichnet lief das Sammelgeschäft bei den Grünabfällen. 2841 Tonnen landeten 2014 in der Kompostierungsanlage. Das waren 105 Tonnen mehr als im Vorjahr. Zudem wurden 137 Tonnen Textilien eingesammelt,
78 Tonnen Elektroschrott und 158 Tonnen Altmetall.

Und das sind die Kennzahlen

Die 16 817 Einwohnerinnen und Einwohner Grenchens produzierten im vergangenen Jahr 9524 Tonnen «Siedlungsabfälle». Das sind 566 kg pro Einwohner der Stadt. 32 Prozent konnten der Wiederverwertung zugeführt werden. Darunter sind auch jene 132 kg Grünabfälle, welche kompostiert wurden. Schliesslich mussten 258 kg (ein Kilo mehr als im Vorjahr) pro Einwohner in der regionalen Verbrennungsanlage Kebag vernichtet werden.

Die Kosten der Abfallbeseitigung – es waren dies im Berichtsjahr 1,681 Mio. Franken – müssen mit Gebühren getilgt werden. Die Kehrichtgebühren brachten 1,491 Mio. ein. Weitere rund 0,1 Mio. wurden unter anderem durch Altstoffverkauf, Plakatgebühren eingenommen.

Der Fehlbetrag von rund 0,1 Mio. Franken wurde mit einer Entnahme aus der «Spezialfinanzierung» abgedeckt. Diese Kasse wird durch Überschüsse aus den Abfallgebühren geäufnet. Nun liegen diese Reserven noch bei 166 000 Franken. Eine Gebührenerhöhung dürfte in nicht allzu grosser Ferne diskutiert werden bzw. ist seitens der Kebag schon angekündigt (vgl. gestrige Ausgabe).