Kunstprojekt
Jeder der Drucke auf Beton ist ein Unikat – «und der Zufall half immer mit»

Am Samstag findet im Bachtelen und rund ums Chappeli die Vernissage des Kunstprojekts «Bachthal» von Claude Barbey und Ueli Studer gemeinsam mit Schülern des Bachtelen statt.

Oliver Menge
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Die Installation der bedruckten Blätter in der Kapelle Allerheiligen.

Die Installation der bedruckten Blätter in der Kapelle Allerheiligen.

Oliver Menge

Die letzten der 36 Blätter hat Claude Barbey eben in der Kapelle Allerheiligen gehängt, weitere werden morgen im Bachtelen zu sehen sein. Sie alle sind Teil des Kunstprojekts «Bachthal» der beiden Künstler Claude Barbey und Ueli Studer, welches zusammen mit Schülerinnen und Schülern zweier Klassen des Sonderpädagogischen Zentrums Bachtelen realisiert wurde. Die Blätter sind Drucke, die auf Beton-Druckstöcken, die in der Natur beim Bachtelen in den Boden eingelassen wurden und auf Holzdruckstöcken hergestellt wurden.

Kunstprojekt im Bachtelen-Täli Die beiden Künstler Ueli Studer und Claude Barbey führen mit Schulklassen des Bachtelen ein Kunstprojekt durch. Es dauert bis Anfang Juni.
8 Bilder
Auf Druckstöcken realisieren die Kinder und Jugendlichen grossformatige Farbdrucke
Die Kinder verteilen Farbe auf den Druckstöcken, besprühen sie mit Wasser und pressen Papierbögen von Hand an.
Kunstprojekt im Bachtelen-Täli
Oft sind die Resultate überraschend, auch überraschend gut, sind die Jugendlichen sich einig.
«Es ist ein Experiment, auch für uns ist alles immer wieder überraschend», sagt Barbey.
Kunstprojekt Bachtelen
Kunstprojekt Bachtelen

Kunstprojekt im Bachtelen-Täli Die beiden Künstler Ueli Studer und Claude Barbey führen mit Schulklassen des Bachtelen ein Kunstprojekt durch. Es dauert bis Anfang Juni.

Oliver Menge

«Nachdem wir mit viel Heraustüfteln die beste Kombination gefunden hatten, stellten wir die Drucke auf Beton mit Acrylfarbe her. Dabei half der Zufall immer mit, im Guten wie im Schlechten», erklärt Barbey. Jedes Blatt ist ein Unikat, ganz im Gegensatz zu herkömmlichen Druckverfahren, wo grössere Auflagen hergestellt werden können. Oft wurde nach einem ersten Druckvorgang auf dem Betondruckstock ein zweiter auf dem Holzdruckstock darübergedruckt – oder umgekehrt. «Wir hatten auch oft Wetterpech und mussten kurzfristig die Arbeit nach drinnen verlegen», so Barbey. Aber die Arbeit mit den Schülern sei fantastisch gewesen und habe wohl beiden Seiten viel gebracht.

Morgen beginnt die Vernissage um 17 Uhr im Bachtelen, mit den offiziellen Reden und Grussbotschaften, einer Vorführung eines Videofilms von Thomas Batschelet und ersten Lichtzeichnungen von Ueli Studer. Danach fährt ein Bus die Gäste zur Allerheiligenkapelle und zum Chappeli zum zweiten und dritten Teil, wo Studer weitere Lichtzeichnungen in den Raum projiziert.