Die letzten der 36 Blätter hat Claude Barbey eben in der Kapelle Allerheiligen gehängt, weitere werden morgen im Bachtelen zu sehen sein. Sie alle sind Teil des Kunstprojekts «Bachthal» der beiden Künstler Claude Barbey und Ueli Studer, welches zusammen mit Schülerinnen und Schülern zweier Klassen des Sonderpädagogischen Zentrums Bachtelen realisiert wurde. Die Blätter sind Drucke, die auf Beton-Druckstöcken, die in der Natur beim Bachtelen in den Boden eingelassen wurden und auf Holzdruckstöcken hergestellt wurden.

«Nachdem wir mit viel Heraustüfteln die beste Kombination gefunden hatten, stellten wir die Drucke auf Beton mit Acrylfarbe her. Dabei half der Zufall immer mit, im Guten wie im Schlechten», erklärt Barbey. Jedes Blatt ist ein Unikat, ganz im Gegensatz zu herkömmlichen Druckverfahren, wo grössere Auflagen hergestellt werden können. Oft wurde nach einem ersten Druckvorgang auf dem Betondruckstock ein zweiter auf dem Holzdruckstock darübergedruckt – oder umgekehrt. «Wir hatten auch oft Wetterpech und mussten kurzfristig die Arbeit nach drinnen verlegen», so Barbey. Aber die Arbeit mit den Schülern sei fantastisch gewesen und habe wohl beiden Seiten viel gebracht.

Morgen beginnt die Vernissage um 17 Uhr im Bachtelen, mit den offiziellen Reden und Grussbotschaften, einer Vorführung eines Videofilms von Thomas Batschelet und ersten Lichtzeichnungen von Ueli Studer. Danach fährt ein Bus die Gäste zur Allerheiligenkapelle und zum Chappeli zum zweiten und dritten Teil, wo Studer weitere Lichtzeichnungen in den Raum projiziert.