Kunsthaus Grenchen
Jean Mauboulès: «Vielleicht kehre ich im Alter von 75 oder 80 zurück»

Die Finissage und der Rundgang mit Künstler Jean Mauboulès und Eva Inversini lockte viele Besucher an. Für die Kuratorin war die erstmalige Ausstellung während der Sommerferien ein Erfolg. Mauboulès kündigte bereits eine mögliche Rückkehr an.

Daniel Trummer
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Jean Mauboulès und Eva Inversini in der Ausstellung im Kunsthaus.

Jean Mauboulès und Eva Inversini in der Ausstellung im Kunsthaus.

Hans Ulrich Mülchi

Das ganze Haus stand vom 9. Juni bis Ende September dem Solothurner Künstler Jean Mauboulès zur Verfügung. Die Ausstellung zeigte das Schaffen des 70-Jährigen der vergangenen 40 Jahre und stiess auf reges Interesse. Für Eva Inversini war die Zusammenarbeit mit Mauboulès ein Glücksfall. Der Künstler zeigte sich zielstrebig, unkompliziert und war immer offen, geprägt von seinem Esprit und seiner Toleranz.

An der Veranstaltung war auch David Bill zugegen. Der Enkel von Max Bill, selber Künstler, beherbergt ein Werk Mauboulès, das Max Bill erworben hatte. Mauboulès und Bill haben sich in Paris kennen gelernt. Anlässlich der Finissage kam Mauboulès auf die Beziehung mit Max Bill zu sprechen. «Meine Kontakte mit ihm waren freundschaftlich, wir haben uns aber unterschieden», sagte Mauboulès.

«Max Bill war perfekt, der Geometrie ergeben, ein halber Millimeter spielte bei seinen Werken eine Rolle. Wenn ich ein Quadrat ausschneiden wollte, musste es wie ein Quadrat aussehen aber nicht perfekt sein.» Und auf die Erfahrungen mit der Ausstellung in Grenchen angesprochen, meinte er: «Diese war spannend, einerseits waren meine Werke im alten Gebäude ausgestellt und andererseits im Neubau. Ich bin hier sicher nicht zum letzten Mal. Vielleicht kehre ich im Alter von 75 oder 80 zurück. Ich erlebe Grenchen als eine tolle Stadt, die lebt und sich bewegt.»

Zurzeit läuft in Mannheim eine Ausstellung von Mauboulès, 2014 wird er in Berlin und in Solothurn ausstellen. «Ich bin noch nicht fertig», betont er, «ich will Erfolg haben und mich weiter entwickeln.» Man wünscht sich, seine «mouvements arrêtés» mögen dereinst nach Grenchen zurückkehren.