Grenchen
Italiener wird nach Laser-Attacke auf Pilot verurteilt

Thomas Junker wird hoch über Bettlach Opfer einer Laser-Attacke. Der Übeltäter, ein 24-jähriger Italiener, wurde gestern vom Amtsgericht Solothurn-Lebern zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt. Sein Laser-Pointer wurde zerstört.

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Am Abend des 11. Januar ist Junker zu einem Übungsflug gestartet. Kaum in der Luft, traf ihn ein Lichtblitz von der Seite. Der Pilot wurde Opfer einer Laser-Attacke. «Es wurde auf einmal Tag hell», sagt er gegenüber TeleM1. Er hätte keine Chance mehr gehabt, draussen etwas zu sehen. Er konnte jedoch sehen, woher der Laserstrahl kommt: von einem Parkplatz in Bettlach.

Junker flog Schlangenlinie, um dem Strahl auszuweichen. Seine Manöver waren aber ohne Erfolg gekrönt. Erst als er die Positionslichter seiner Übungsflugzeugs ausschaltet, wird er unsichtbar für den Übeltäter. Der Pilot gibt dem Tower am Grenchner Flughafen Bescheid, der Mitarbeiter informiert die Polizei. Diese kann auf dem Parkplatz einen 24-jährigen Italiener festnehmen.

Vor Gericht sagte dieser am Montag, dass er aus Dummheit gehandelt habe. Er sagte aber auch, dass er den Piloten nur zufällig getroffen habe. Das Amtsgericht Solothurn-Lebern hat ihn dennoch am Montag zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt. Seinen Laser-Pointer musste er abgeben. Er wurde zerstört.

Das Urteil ist für Junker zu milde. «Ich glaube, dass es den Menschen nicht bewusst ist, dass sie mit einem Laser-Pointer eine Waffe in der Hand haben.» (ldu)