Franz Schilt gab an der Bürgergemeindeversammlung am Dienstagabend vor den 34 versammelten Stimmberechtigten überraschend seinen Rücktritt als Bürgerpräsident per Ende 2019 bekannt. «Ich bin immer sehr gerne für die Bürgergemeinde tätig gewesen und spüre eigentlich keine Amtsmüdigkeit, aber irgendeinmal ist auch für einen langjährigen Bürgerpräsidenten die Zeit abgelaufen», erklärte Schilt der Versammlung.

Er wird das Amt dann 20 Jahre innegehabt haben. Seinen Ratskollegen teilte der abtretende Präsident seine Pläne bereits Anfang Januar mit, damit die Nachfolge ohne Zeitdruck geregelt werden kann. Bereits im April demissionierte zudem Marco Crivelli (CVP) nach 12 Jahren Behördentätigkeit. Grund dafür ist ein Wohnortwechsel. Crivelli hatte ab Februar 2006 in der Forstkommission gewirkt und übernahm ab August 2010 das Amt des Forstpräsidenten. Auf Beginn der Amtsperiode 2017–2021 wechselte er dann in den Bürgerrat. Eine Ersatzperson hat die CVP-Fraktion noch nicht bekannt gegeben.

Keine grossen Änderungen gab es hingegen bei der Rechnung 2017, welche sich ähnlich wie in den Vorjahren präsentierte. Die Verwaltungsrechnung schliesst mit einem Aufwandüberschuss von 37'401 Franken etwas weniger negativ ab als budgetiert (54'900 Franken). Die Forstrechnung hingegen weist mit einem Aufwandüberschuss von 61'859 Franken ein leicht schlechteres Resultat auf, da mit Einbussen von 43'340 Franken gerechnet wurde. Die Erfolgsrechnung schliesst somit gesamthaft mit einem Minus von 99'260 Franken.

Grund dafür ist, dass die Forstwirtschaft seit Jahren im ganzen Land unter widrigen Marktumständen wie Konkurrenz- und Preisdruck aus dem Ausland sowie schleppender Nachfrage leidet. So konnten vom budgetierten Hiebsatz von 4000 Kubikmetern nur rund 3860 Kubikmeter genutzt werden.

Aufgrund der Rahmenbedingungen gibt es auch keine kurzfristige Patentlösung. Auch für das Jahr 2018 sieht die Prognose wegen des Sturms Burglind von Anfang Jahr düster aus. Dieser habe den Holzmarkt «zunderobsi» geworfen, wie Forstwart Patrik Mosimann erklärte. Die Sägereien, welche das Sturmholz verarbeiten, seien überfüllt und für die nächsten zwei Jahre mit Holz eingedeckt. Der Bürgerpräsident zeigte sich für die Zukunft dennoch optimistisch und formulierte für das Jahr 2019 bereits jetzt das Ziel, dass in seinem letzten Amtsjahr wenigstens eine schwarze Null erreicht werden soll.

15 Einbürgerungen

Über 15 Einbürgerungsgesuche betreffend 21 Personen hatte die Bürgerversammlung zu entscheiden. Es handelte sich um Staatsangehörige aus Sri Lanka, Italien, Russland, Kosovo, Ukraine, Mazedonien, Tunesien, Türkei und Serbien. Sämtliche Gesuche wurden vorgängig von der Einbürgerungskommission einstimmig gutgeheissen und der Versammlung zur Annahme empfohlen. Diese folgte dem Vorschlag der Kommission und stimmte ebenfalls einstimmig bei einer Enthaltung den Einbürgerungen zu.