Das Problem der künftig fehlenden Fahrplanminuten auf der Jurasüdfuss-Linie hat das Bundesamt-für Verkehr (BAV) auf dem Papier mit dem Streichen der Schnellzugshalte in Grenchen gelöst. Unter dem Titel «Stopp der verkehrspolitischen Herabstufung der Stadt und Region Grenchen» hat nun Bea Heim, Nationalrätin und Präsidentin der IG öffentlicher Verkehr eine Interpellation im Nationalrat eingereicht.

Sie verweist dabei auf die Bedeutung des «Top Entwicklungsstandortes» Raum Grenchen und die sich abzeichnenden mehreren Hundert neuen Arbeitsplätze insbesondere in Lengnau; aber auch auf den Besucherstrom des Velodrome Suisse und die starken Pendlerströme. Jedenfalls habe die Streichung von Fernverkehrshalten in der betroffenen Region Empörung ausgelöst, so Heim. Sei es doch seit 2004 schon die dritte Verschlechterung seit 2004, die für die Region Grenchen drohe.

«Offenbar hat das BAV die die Angebotsvorstellung, Grenchen Süd und Oensingen künftig halbstündlich mit Fernverkehrszügen zu bedienen am 7. Juli 2014 positiv beantwortet», schreibt Heim in ihrer Interpellation. «Warum besteht nun im Referenzkonzept 2025 keine Verbindung mit dem Fernverkehr mehr von Grenchen in Richtung Olten - Zürich und Zürich Flughafen», so gleichzeitig ihre Frage. «Was unternimmt und prüft das BAV, um für das Problem der scheinbar fehlenden Fahrplanminuten eine Lösung ohne Leistungsabbau in Grenchen, Oensingen oder Olten zu finden», so die IGöV-Präsidentin. (at.)