Die Unia fordert vom Nationalrat «griffige Massnahmen für die Lohngleichheit zu ergreifen». Gleichzeitig ruft sie die Frauen auf, an der grossen Frauendemo am 22. September in Bern für ihre Rechte einzustehen, «die seit 37 Jahren mit Füssen getreten» würden. Um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, posierten Aktivistinnen und Aktivisten der Gewerkschaft am Dienstag in Pink und Violett vor der Weltkugel-Skulptur beim Grenchner Stadthaus.

Zusammen mit Vertreterinnen der SP Grenchen wird die Forderung erhoben, bei der laufenden Revision des Gleichstellungsgesetzes Nägel mit Köpfen zu machen und die vom Ständerat beschlossene «schwache Revision des Gesetzes massiv zu verbessern». Seit 37 Jahren sei nun die Lohngleichheit in der Verfassung festgeschrieben, aber noch immer entgingen einer Berufsfrau in ihrem Arbeitsleben durchschnittlich 303'000 Franken, so die Unia in einer Mitteilung. Dies zeige eine Auswertung des Büro BASS im Auftrag der Unia.

Das im Mai an den Nationalrat überwiesene Gesetz schliesse 99 Prozent der Unternehmen von der Pflicht der Lohngleichheitsanalysen aus, siehe keine Sanktionsmassnahmen vor und gelte lediglich auf Zeit. (mgt)