Pflanzaktion Leuzigen

In Leuzigen pflanzen Freiwillige über 500 junge Bäume

Unter dem Motto «Taten statt Worte» lud die Burgergemeinde Leuzigen die Bevölkerung zum Räumungs- und Pflanztag ein, um aktiv etwas zum Klimaschutz beizutragen.

«Ich will Bäume pflanzen», riefen einige Kinder, die am Samstag vor dem Waldhaus in Leuzigen am Räumungs- und Pflanztag der Burgergemeinde teilnahmen. Ungefähr 70 Erwachsene und 30 Kinder und Jugendliche waren es insgesamt. In vier Gruppen und unter fachkundiger Leitung machten sie sich an die Arbeit.

Das Bäumepflanzen ist jeweils das Highlight. Die Gruppe pflanzte an diesem Morgen rund 550 Jungbäume. Etwa 300 Eichen, je 100 Erlen und Ahorne sowie 50 Douglasien. Nach Anweisungen von Andreas Wyss vom Forstbetrieb Unteres Bürenamt ging es los – die Gruppe funktionierte rasch als eingespieltes Team. Forstmitarbeiter bereiteten die Löcher mit dem Pflanzlochbohrer vor. In jedes Loch wurde ein Jungbaum gesetzt und anschliessend vor Wildschäden geschützt. Sogenannte Tupex-Rohre wurden vorsichtig über die Jungpflanzen gestülpt, daneben ein Holzpfahl eingeschlagen, an dem die Rohre befestigt wurden. In den anderen drei Gruppen waren Räumungsarbeiten angesagt. Ausgediente Tupex-Rohre wurden entfernt, Äste zu Haufen zusammengetragen oder Bäche von Ästen, Stämmen oder Schlamm befreit.

Sturm «Lothar» als Auslöser

«In der Regel setzen wir auf Naturverjüngung», erklärt Elias Flury, Leiter des Forstbetriebs. Nach Sturmschäden etwa sei aber eine Aufforstung angesagt. «Das ist für diesen Anlass besonders interessant», so Flury. Man komme nicht nur schneller vorwärts, sondern könne auch die Langfristigkeit der Waldpflege aufzeigen. Bei der Aufforstung stehe eine gute Pflanzenmischung im Vordergrund, die dem Klimawandel gewachsen ist.
«Die Pflege des Waldes ist wichtig, das wollen wir der Bevölkerung aufzeigen», so Burgerpräsident Simon Lehmann. Seit dem Sturm «Lothar» 1999 führt die Burgergemeinde als Waldbesitzerin den Anlass jährlich durch. Mitglieder des Burgerrats verpflegen die freiwilligen Helfer jeweils mit einem Znüni und einem feinen Zmittag.

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