Uhrenstadt
In Grenchen wird gezaubert

Zauberkongress OK-Präsident Eric von Schulthess freut sich auf drei magische Tage. Das Grenchner Gewerbe hat sich von Zaubertrunk bis Zauberwurst einiges einfallen lassen.

Patric Schild
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Von Zauberwurst bis Zaubertrank: Toni Lötscher (Granicum-Bierbrauer), Eric von Schulthess (OK-Präsident Zauberkongress), Gabriela Arni (Verantwortliche Konditorei Egli Beck), Peter Neuhaus (Metzger, von links) arbeiten – jeder auf seine Art – auf den Zauberkongress hin.

Von Zauberwurst bis Zaubertrank: Toni Lötscher (Granicum-Bierbrauer), Eric von Schulthess (OK-Präsident Zauberkongress), Gabriela Arni (Verantwortliche Konditorei Egli Beck), Peter Neuhaus (Metzger, von links) arbeiten – jeder auf seine Art – auf den Zauberkongress hin.

Silvan Granig

Die Crème de la Crème der Zauberelite gibt sich die Ehre und wird die Uhrenstadt drei Tage lang in ein Mekka der Magie verwandeln. Denn zum siebten Mal wird vom 22. bis 24. April im Grenchner Parktheater der internationale Zauberkongress stattfinden.

Auffällig viele Zauberer aus Asien sind diesmal vertreten. «Korea ist jene Nation, welche am professionellsten arbeitet und die jungen Leute am besten ausbildet», erklärt Eric von Schulthess, OK-Präsident von «Swiss Magic Grenchen». So gibt es im Fernen Osten gar Zauberschulen auf Universitätsniveau. Mit von der Partie ist unter anderem auch Red Star Seong. Seines Zeichens Shootingstar der südkoreanischen Szene – und dies mit gerade einmal 15 Jahren.

Zwei Weltmeister treten auf

Aber auch das restliche Teilnehmerfeld kann sich sehen lassen. So werden beispielsweise am Samstagabend an der Galavorstellung mit dem Westschweizer Pierric Tenthorey, dem Weltmeister in der Close-up-Zauberei 2015, und dem Spanier Hector Mancha, Meister der Bühnenzauberei 2015, gleich zwei amtierende Weltmeister das Grenchner Publikum verzaubern.

«Wir haben den Anspruch, dass wir in Grenchen nur das Beste vom Besten wollen», so von Schulthess. Denn das Ziel ist kein geringeres, als Grenchen zum Zentrum der Zauberei in der Schweiz zu machen.

54 Magier aus aller Welt haben sich für den «Grand Prix Eterna», dem höchstdotierten Close-up-Wettbewerb weltweit, mittels eingesendeter CD beworben, auf der sie ihr Können präsentierten. Eine fachkundige Jury musste dann die acht Besten auswählen. «Die Auswahl war derart schwierig und auf hohem Niveau, dass wir das Teilnehmerfeld auf neun erweitert haben», so der OK-Präsident.

Zaubertrank ja, Deko leider nein

Nach dem Wettbewerb am Freitagabend wird bis nach Mitternacht im Foyer des Parktheaters noch weitergezaubert. Zusätzlich wird dabei das Publikum mit kulinarischen Köstlichkeiten versorgt werden.

Hierbei wird auch das Grenchner Gewerbe gezielt miteingebunden. So wird es eine Zauberwurst von der Metzgerei Neuhaus geben, ein Zauberbrot, hergestellt vom Egli Beck, sowie Zauberbier, welches von Toni Lötscher gebraut wird.

Dennoch sieht der OK-Präsident bei der Einbindung der lokalen Geschäfte noch grossen Entwicklungsspielraum. So sei dem Gewerbe vorgeschlagen worden, dass sie ihre Läden doch mit Zauberdekoration schmücken sollen. «Im Vorfeld zeigten sich alle begeistert, aber bis jetzt sieht man nirgendwo etwas», so von Schulthess.

Nebst dem Grand Prix und der Gala-Show sind auch Seminare geplant, in denen die Magier ihr Know-how untereinander austauschen können.

Ausserdem kommen auch die Kleinsten nicht zu kurz. So sind Kinderworkshops und eine Kinder-Gala unter dem Motto «Die Schatzinsel» zusammen mit dem aufstrebenden südkoreanischen Jungstar geplant. «Wir wurden von den Kindern regelrecht überrannt», sagt von Schulthess. Denn über 100 Kinder hätten sich gemeldet, um erste Erfahrungen im Zauberhandwerk zu sammeln.

Warum nicht auf Tournee?

Obwohl der Zauberkongress in Grenchen langsam seinen Zenit erreicht hat, soll eine der letzten grossen Erneuerungen für den nächsten Kongress 2019 die Einführung eines Wettbewerbs für Kinder sein. Doch die Pläne gehen noch weiter, denn der nächstfolgende Schritt lautet Expansion: «Wir denken darüber nach, zukünftig mit Swiss Magic von Grenchen aus ‹on the Road› zu gehen», erzählt der OK-Präsident.