Seit der letzten Ermittlung im Jahre 2014 wurden 94 neue Wohnungen erstellt. Sieben davon befinden sich in Einfamilienhäusern, zwei in einem Doppeleinfamilienhaus und die überwältigende Mehrzahl von 85 neuen Wohnungen in Mehrfamilienhäusern. Die Statistik 2014 ergab nur gerade 41 neue Wohnungen.

Wichtig sind nicht nur die neuen Wohnungen, sondern auch jene, die sich am Stichtag im Bau befanden. Das waren am 1. Juni 2015 genau deren 140. Man darf also bei der nächsten Erhebung erneut mit einem deutlichen Zuwachs rechnen.

Doch die weiteren «Reserven» sind noch beachtlicher: Am Stichtag lagen für den Bau von 188 neuen Wohnungen alle notwendigen Baubewilligungen vor. Mit dem Bau dieser Wohnungen wurde allerdings noch nicht begonnen.

Im Verlaufe des Jahres wurden an einigen bestehenden Wohnungen gründliche Veränderungen vorgenommen, indem einzelne Zimmer zusammengelegt, einzelne Häuser abgerissen oder Zweckänderungen stattfanden und Wohnungen zu Geschäftsräumen wurden.

Unter Berücksichtigung all dieser baulichen Veränderungen reduzierte sich die Zahl der Wohnungen um drei Einheiten. Der Netto-Zuwachs beträgt somit noch 91 Wohneinheiten.

Viele Dreizimmerwohnungen

In Grenchen stehen der Bevölkerung aktuell 9 192 Wohnungen zur Verfügung. Die meisten davon, nämlich 3 276, sind Dreizimmerwohnungen (plus 43).

Einzimmerwohnungen gibt es in unserer Stadt gerade noch 408, zwei mehr als vor einem Jahr. Auf der andern Seite der Liste befinden sich 572 Sechs- und Mehrzimmerwohnungen. Diese Kategorie verzeichnet gegenüber dem Vorjahr ein Plus von sieben Einheiten.

Zunahme bei Leerwohnungen

Trotz der nachgewiesenen starken Bautätigkeit standen am Stichtag lediglich 179 Wohnungen leer. Das bedeutet gegenüber der Erhebung im Vorjahr eine Zunahme um 13 Einheiten. Von den leer stehenden Wohnungen befanden sich die meisten, nämlich 76, in der Kategorie Dreizimmerwohnungen. Der Leerwohnungsbestand stieg von 1,82 Prozent im letzten Jahr auf nun 1,95 Prozent.

Am Stichtag lebten 16 950 Einwohner in unserer Stadt. Gerade 106 Personen mehr als am Stichtag des Vorjahres. Der Anteil der hier lebenden Ausländer – es waren am Stichtag deren 5 624 – betrug 33,2 Prozent. Mit anderen Worten: Auf je tausend Einwohner Grenchens stehen 542 Wohnungen zur Verfügung.

Die vorliegende Statistik zeigt, dass Grenchen als Wohngemeinde offensichtlich nichts an Attraktivität eingebüsst hat – ganz im Gegenteil. Die am Stichtag im Bau befindlichen Wohnungen, aber auch die sehr beachtliche Reserve in Form von bereits bewilligten Bauten, die noch nicht in Angriff genommen wurden, beweisen: Grenchen ist mehr und mehr eine moderne Wohnstadt mit grossen Vorteilen.