Gewisse Rückstände beim Nichtschwimmerbecken, dem «Hufeisen», seien immer noch sichtbar, die kriege man auch mit dem besten Putzmittel nicht mehr weg. «Farbstoffe, die in diversen Sonnenschutzmitteln enthalten sind, haben sich im Bereich des Überlaufs richtiggehend in die Folie eingefressen, mit der das Becken ausgelegt ist», erklärt der Chefbadmeister. «Jetzt werden wir die Becken mit Algenschutzmitteln ‹impfen› und im Sportbecken die Fugen reparieren».

In den Saisonkabinen, den Garderoben, Toilettenanlagen und Duschen gab es noch kleinere Reparaturen und Ausbesserungen durchzuführen, aber man war immer gut in der Zeit gelegen. «Der Regen hat uns insbesondere bei der Beckenreinigung geholfen: Man riskiert kein Austrocknen der Folie», so Joss.

Neue Chlor-Anlage kann kommen

Bei der Tribüne habe man die üblichen, kleinen Ausbesserungen vorgenommen, so wie jedes Jahr. Ein Statiker habe die Tribüne beim Sportbecken wiederum geprüft und für sicher befunden. Eine Sanierung sei bis auf weiteres kein Thema.

Dafür sei jetzt wenigstens die neue Chlorgranulat-Anlage zur Wasseraufbereitung in der Pipeline. «Der neue Säuretank sollte im nächsten Jahr budgetiert werden, die «Granudos»-Anlage 2014». Eine teure Angelegenheit: rund 60000 Franken kostet die neue Anlage, welche die bestehende, nicht ganz ungefährliche Chlorgas-Anlage ersetzen soll. Die Konkurrenz der Anbieter solcher Anlagen sei aber mittlerweile gewachsen und die Preise gefallen, «vor noch nicht allzu langer Zeit wurde eine solche Anlage mit 100000 Franken veranschlagt», erklärt Joss, der sich seit längerem für eine neue Anlage einsetzt. Die Preise könnten sogar noch weiter fallen und die Sache noch billiger werden lassen, sagt Joss, aber diese und nächste Saison werde man noch mit der alten Anlage arbeiten.

Dummer Vandalenakt

Eine böse Überraschung erlebten Joss und seine Mitarbeiter bei der Rutschbahn: Vandalen waren in die Badi eingedrungen, hatten im Restaurant Stühle entwendet und waren damit die Rutschbahn runtergefahren. «Ein Stück Polyester ist abgebrochen, das konnten wir reparieren. Aber der Streich hat auf der Rutschbahn hässliche Streifen hinterlassen, die man nicht oder nur teilweise entfernen kann.» Der Betrieb der Rutschbahn sei zwar gewährleistet, aber ästhetisch habe sie gelitten, sagt Joss. Denn abschleifen könne man die Oberfläche nicht, sondern nur behelfsmässig mit etwas Farbe die schlimmsten Stellen ausbessern.

Beim Eingang zum Sportbecken wurde eine Grube ausgehoben und Leitungen freigelegt. «Wir verlegen im gesamten Schwimmbad eine neue Sprinkleranlage zur Bewässerung des Rasens. An diesen Leitungen wird sie angeschlossen», erklärt Joss.

Diverse Neuerungen

Eine Änderung wird den Besucherinnen und Besuchern der Badi schon beim Eingang auffallen: Hanni Schneider, welche während langer Zeit an der Kasse arbeitete, wurde pensioniert. An ihrer Stelle wird Claudia Beiner die Aufgabe übernehmen. Badmeister Michael Ryser, der letztes Jahr kurzfristig eingesprungen war, ist auch dieses Jahr wieder mit von der Partie. Vier Badmeister und sieben Aushilfen, alles ausgebildete Rettungsschwimmer, sowie drei Kassenfrauen sind für die Gäste da.

Die Preise bleiben unverändert: Das Saisonabonnement kostet für Erwachsene 80 Franken, für Kinder 30 Franken. Lehrlinge, Studenten, AHV und IV-Bezüger bezahlen 60 Franken. Im Vorverkauf sind die Abos jeweils 10 Franken günstiger. Ein Einzeleintritt kostet wie bisher für Erwachsene 6 Franken, für Kinder 2 Franken und für Lehrlinge, Studenten, für AHV und IV-Bezüger 5 Franken. Bezahlen kann man neuerdings auch mit EC- Karte oder Postcard.

In den Monaten Mai und September ist die Badi bis 19.30 Uhr geöffnet, von Juni bis und mit August bis 20.30 Uhr abends.