In seinem Jahresbericht betont Parktheater-Interimspräsident Claude Barbey, dass der Verwaltungsrat in einigen Sitzungen zum Entschluss gekommen ist, den Pachtvertrag mit der Cucina Arte im gegenseitigen Einvernehmen aufzulösen.

Dem Drängen des Verwaltungsrates durch bessere Öffnungszeiten und mit Events die Bewirtschaftung der Terrasse im Sommer anzukurbeln haben kaum Früchte getragen. Auch der Druck seitens der Bevölkerung sei immer grösser geworden, sodass man sich entschloss, einen neuen Partner zu suchen. Fündig wurde die Genossenschaft mit der Stiftung Rodania die ab 1. April 2015 das Parktheater bewirtet (wir berichteten) . Vor allem möchte die Genossenschaft, dass die Vereine wieder vermehrt ins Parktheater kommen.

Roland Derendinger erläuterte die Betriebsrechnung. Die Saison 2012/2013 stand aufgrund des Pächterwechsels im Restaurant im Zeichen massgebender Veränderungen. Anpassungen mussten vor allem beim Gebäudeunterhalt und beim Unterhalt der Anlagen und Einrichtungen vorgenommen werden.

Aufgrund dieser Arbeiten war es für die Genossenschaft unerlässlich, diese Mehrausgaben dem Erneuerungsfonds zu belasten. Bei einem Aufwand von CHF 269 110 (Vorjahr 243 570) und einem Ertrag von CHF 210 613 (162 633) schliesst der Theaterbetrieb mit einem Aufwandüberschuss von CHF 58 296 ab. Im Voranschlag war ein Defizit von CHF 87 400 vorgesehen. Im Berichtsjahr konnte ein Staatsbeitrag aus dem Kulturfonds von CHF 30 000 erwirkt werden.

Rückschlag bei Auslastung

Nach dem überaus grossen Erfolg der Saison 2012/ 2013 mit über 80 Prozent Auslastung musste die Theatergenossenschaft 2013/2014 mit anderen Zahlen vorlieb nehmen. Nur die «Gruppe Furbaz» und die Operettengala «Wien, Wien nur du allein» brachten ein ausverkauftes Haus.

Mit 30% Auslastung rangiert «Das bisschen Spass muss sein» mit der schlechtesten Auslastung, während die anderen Vorstellungen bei 40 und 45 Prozent lagen. Das mag einerseits an der Parktheater-Gastronomie gelegen haben, anderseits verlief auch der Vorverkauf nicht immer zufriedenstellend. Für die neue Saison ist neben Ticketino die BGU als Vorverkaufsstelle vorgesehen.

Das Traktandum Wahlen wurde hinfällig, da Claude Barbey noch ein Jahr als Präsident amtieren wird und Irene Arni ihre Demission zurückzog. Im Verschiedenen kündete der Barbey eine Statutenrevison an. Ziel sei, neue Genossenschafter zu gewinnen, um das Haus wieder vermehrt in Grenchen zu verankern und ideell neu anzubinden. «Es braucht nun noch ein Jahr Geduld und das Parktheater wird wieder das gesellschaftliche und kulturelle Zentrum Grenchens werden», so Claude Barbey.