Grenchen

In eineinhalb Wochen geht der 8. «Rock am Märetplatz» über die Bühnen

Kurt Moos Gilomen, Initiant und Organisator des 8. Rock am Märetplatz

Kurt Gilomen, Initiant und Organisator des Musikfestivals, erzählt von den Neuerungen in diesem Jahr und den Veränderungen über die Zeit. Ohne ein Super-Team von Helfern wäre der Anlass kaum mehr durchführbar, sagt er.

Am 3. August ist es wieder soweit: Die achte Ausgabe des Festivals «Rock am Märetplatz» geht über die zwei Bühnen. Bands, die zur «Crème de la crème» regionaler Rockmusikgruppen gehören, werden dem Publikum mächtig einheizen, versichert Kurt Gilomen, der «Erfinder» und Organisator des Grenchner Musikfestivals. Man verzichtet dabei ganz bewusst auf «grosse Namen», weil man der Überzeugung ist, es gebe so viele gute Bands, die eine «coole Bühne mit dem besten Publikum verdient haben». 

Klein angefangen und immer grösser geworden

«Wir sind irgendwie einwenig Opfer des eigenen Erfolgs geworden», sagt Gilomen. «Wir hatten nicht einmal eine Bühne bei ersten Mal, sondern spielten am Boden. Ich stellte meine eigene PA (Musikanlage für Bands) auf, wir belegten nur den unteren Teil des Marktplatzes, ein kleines Konzert, zu dem vielleicht 200-300 Leute kommen, keine grosse Sache, dachten wir.» Gekommen sind dann gegen 1000. «Wir sind einfach kontinuierlich mit jeder Ausgabe gewachsen. Jetzt haben wir eine Grösse erreicht, wo man nicht mehr das Ganze abblasen kann», so Gilomen. Ein wichtiger Punkt für den Erfolg sei auch das Wetterglück all die Jahre gewesen.

Vor drei Jahren spielten die Bands dann erstmals auf zwei Bühnen, eine kleinere im nördlichen Teil des Marktplatzes, die Hauptbühne beim Stadtdach. «Die Erweiterung auf zwei Bühnen bedeutete auch, dass, statt wie bis dahin sechs Bands, jetzt deren neun auftreten konnten.» Aber gleichzeitig wuchsen auch die Ansprüche an die technischen und logistischen Einrichtungen: Jetzt brauchte es pro Bühne je eine PA, die sanitären Einrichtungen mussten ausgebaut, die Massnahmen für die Sicherheit verstärkt werden. Ein grosses Zelt vor der Hauptbühne garantiert Schutz vor Regen und auch Schatten, wenn die Sonne von oben brennt. Auch die kleine Bühne ist überdacht.

Inzwischen ist auch das Helferteam auf 25-30 Personen angewachsen. «Die meisten sind schon lange mit dabei, ohne sie wäre es mir gar nicht möglich, den Rock am Märetplatz überhaupt durchzuführen». Eine wichtige Neuerung betrifft allerdings deren Einsatz: «Wir werden das grosse Zelt nicht mehr selber aufstellen, wie in den letzten Jahren. Ich kann und will die Verantwortung nicht mehr übernehmen müssen, wenn irgend ein ‹Seich› passiert und sich jemand verletzt.» Schliesslich seien auch die Helfer nicht mehr die Jüngsten.

Neuerungen für die aktuelle Ausgabe

Letztes Jahr habe André von Arb bereits erstmals erfolgreich eine brandneue Soundanlage eingesetzt, die man auch dieses Jahr wieder verwenden werde. Neu kommt eine LED-Wand dazu, die auf der grossen Bühne montiert wird, auf der die Werbung der Sponsoren gezeigt wird, aber auch Bands ihre eigenen «Welten» projizieren können. «Für nächstes Jahr ist eigentlich angedacht, die LED-Wand auf den Brunnen zu stellen und dort live die Konzerte auf der Hauptbühne zu übertragen», aber das sei erst eine Idee. Denn schon jetzt habe er das Budget überschritten, sagt Gilomen. «Ohne die grosszügigen Sponsoren wäre dieses Festival undenkbar.» Gilomen freut sich dementsprechend über die Zusage von Radio 32, nächstes Jahr als Hauptsponsor zu fungieren. Und auch die Stadt hat zugesichert, ihr Engagement für die nächsten Ausgaben zu verstärken.

Haupteinnahmequelle nebst der Standmieten, die knapp einen Fünftel des Gesamtbudgets ausmachen, bleiben nach wie vor die obligatorischen Badges: Der normale Badge kostet 8 Franken, der Gönner-Badge 20 Franken. Für 8 Franken kann man sich also insgesamt 9 Konzerte anschauen. Pro Konzert bezahlt man so sogar weniger als einen Franken. «Das günstigste Festival weit und breit», so Gilomen. «Da darf man doch wirklich voraussetzen, dass sich jeder einen Badge kauft. Ohne Badge gibts keinesfalls einen Sitzplatz im Zelt, diese Leute werden wir aus dem Zelt schicken», sagt Gilomen. Für Verpflegung wird an diversen Ständen gesorgt, gegen den Durst gibt es fünf Bars mit coolen Drinks.

Sollte am Schluss ein Überschuss vorhanden sein, geht dieser wie die Jahre zuvor an «Jabahe», der betreuten Wohngemeinschaft in Leuzigen.

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