Noch immer stehen aber Werke aus dem Bereich Originaldruckgrafik im Zentrum des Interesses. So sind über 100 Künstlerinnen und Künstler aus 24 Ländern mit 1000 aktuellen Werken zu sehen.

«Heute ist anerkannt, dass die Grenchner Grafik-Triennale die grafische Kunst aus einem Tief holte und hier neues Ansehen verlieh», sagte Erziehungs- und Kulturdirektor Remo Ankli in seinen Grussworten. «Grenchen wurde zum Experimentierfeld der Grafik und gleichzeitig zu ihrem Gradmesser.» In dieser Tradition sei auch das Neuland des 3D-Prints zu sehen, «die neuste und deshalb gegenwärtig auch aufregendste Kunstform.»

Südafrika zu Gast

OK-Präsident Claude Desgrandchamps begrüsste dreisprachig, da der südafrikanischen Grafik eine Sonderausstellung gewidmet ist, die von Mandy Conidaris kuratiert wurde. Desgrandchamps wies auf die Intensität und Dichte von Handdrucken hin, die durch digitalen Output nicht erreicht wird. «In diesem Sinn möchten wir ihnen auch mit dieser Triennale ein intensives Seherlebnis bieten», so Desgrandchamps.

Stadtpräsident François Scheidegger gratulierte den Organisatoren zur «ältesten internationalen Grafikausstellung der Welt», welche auch dieses Jahr wieder «Geschichte eines sich wandelnden Mediums» schreibe und ein Highlight im städtischen Kulturkalender darstelle. Er dankte den Organisatoren und für die finanzielle Unterstützung des Kantons.

Im Jubiläumsjahr wurde eine Publikumsaktion durchgeführt für Sujets in den Farben der ersten Triennale von 1958. Die 20 eingereichten Vorlagen wurden von Markus Leibundgut gedruckt und sind gleich beim Eingang zu sehen. Am Samstag um 11 Uhr werden sie juriert.

Die Triennale in der Ausstellungs- und Tennishalle ist täglich bis Samstag von 11-21 Uhr geöffnet, am Sonntag von 11-17 Uhr; Führungen um 13, 15 und 17 Uhr.