Im Finanzplan 2017–2022 ist in Arch ab 2018 eine Senkung des Steuersatzes von heute 1,82 auf 1,75 bis zum Ende der Planungsperiode vorgesehen. Zudem sind Nettoinvestitionen von rund 2,8 Mio. Franken geplant – ohne Spezialfinanzierung. Dort rechnet man mit Investitionen von 1,65 Mio. Franken bei der Wasserversorgung, 1,44 Mio. Franken für die Abwasserbeseitigung sowie rund 365'000 Franken für die Elektrizitätsversorgung.

Die Ergebnisse des steuerfinanzierten Haushaltes weisen über die gesamte Periode ein Minus von einem Investitionspotenzial von rund 690'000 Franken aus. «Die Erfolgsrechnung generiert somit keinen Handlungsspielraum für die Finanzierung von neuen Investitionen», so Finanzvorsteher Flury.

Darlehen aufnehmen

Das bedeute, dass die vorgesehenen Investitionen durch die Aufnahme von neuen Darlehen finanziert werden müssen. Das Fremdkapital erhöht sich somit um 2,1 Mio. Franken auf 4 Mio. Franken. Die Investitionsfolgekosten im Steuerhaushalt belaufen sich über die gesamte Periode auf 387'000 Franken. Zusammenfassend wird im Finanzplan 2017–2022 ein Fehlbetrag von 1,1 Mio. Franken prognostiziert.

Der Bilanzüberschuss wird dementsprechend auf 2,4 Mio. Franken bis Ende der Planperiode sinken. «Trotz eines ungenügenden Selbstfinanzierungsgrades von durchschnittlich 20 Prozent kann, dank einer schwachen Investitionstätigkeit, dieser Finanzplan trotzdem als akzeptabel beurteilt werden», sagte Flury.

Aufwandüberschuss sinkend

Das Budget 2018 basiert auf dem neuen Steuersatz von 1,75 gemäss Finanzplan. Im allgemeinen Haushalt wird bei einem Aufwand von 7,329 Mio. Franken und einem Ertrag von 7,137 Mio. Franken mit einem Aufwandüberschuss von 191 '260 Franken gerechnet. «Der Aufwandsüberschuss ist in den letzten fünf Jahren kontinuierlich von 471'600 im Jahre 2014 bis auf 191 260 Franken im Jahr 2018 reduziert worden», so Flury. Diese erfolgte einerseits aufgrund höherer Steuererträge und andererseits durch weniger Aufwendungen im Sach- und Betriebsaufwand dank strikter Budgetvorgaben.

Auch skeptische Stimmen

Angesichts der vorgelegten Zahlen, liess die geplante Steuersenkung an der Gemeindeversammlung allerdings nicht nur Freude aufkommen. So kam die Frage auf, weshalb die Gemeinde trotz stetigem Aufwandüberschuss und steigenden Schulden eine Steuersenkung erwäge.

Und ob die Bevölkerung für die nachfolgende Periode stattdessen mit einem Steuerfuss von 1,90 rechnen müsse, um dies wieder zu kompensieren. Flury entgegnete, dass die voraussichtlichen Schulden von 4 Mio. Franken bei einer Verzinsung von 0,25 tragbar seien. Man rechne zwar nicht mit einer Zinserhöhung, aber beeinflussen könne man dies letztendlich auch nicht.

«Wir würden es nicht vorschlagen, wenn wir nicht dahinterstehen könnten», sagte Flury. Das Budget für das Jahr 2018 wurde von den 50 Archer Stimmberechtigten abschliessend einstimmig gutgeheissen.