Bee Bop
Im «Bee Bop» Schweissperlen auf die Stirne zaubern

Die erste Revival-Party des bekannten Musikclubs aus den 1980er-Jahren steigt morgen. Unter dem Motto «same time, same place – 25 years later» will DJ Brotschi den Junggebliebenen die «Schweissperlen auf die Stirne zaubern».

Oliver Menge
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 Das waren noch Zeiten. (Fotos: zvg)
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Eighties-In-Club Beebop Grenchen
 Ein bisschen Spass muss sein. (Fotos: zvg)
 Geselligkeit bei einem kühlen Drink. (Fotos: zvg)
 «Bee Bop» – nicht nur für viele Grenchner mit nostalgischen Erinnerungen verbunden. (Fotos: zvg)
 Auch Live-Bands waren im «Beebop» zu hören. (Fotos: zvg)
 Geselligkeit bei einem kühlen Drink. (Fotos: zvg)
 «Bee Bop» – nicht nur für viele Grenchner mit nostalgischen Erinnerungen verbunden. (Fotos: zvg)
 Ausgelassen feiern – vielleicht sogar noch mehr als heute. (Foto: zvg)
 Auch ein Treffpunkt zum Tratschen. (Fotos: zvg)
 Auch Modeschauen gab es im Beebop zu sehen: Mal mit mehr... (Fotos: zvg)
 ...mal mit weniger Stoff. (Fotos: zvg)
 Lustig und heiter statt obercool... (Fotos: zvg)
 Keine falsche Scheu, auf die ohnehin schon übervolle Tanzfläche zu wechseln. (Fotos: zvg)
 Bee Bop als Beauty Spa? (Fotos: zvg)
 «Bee Bop» – nicht nur für viele Grenchner mit nostalgischen Erinnerungen verbunden. (Fotos: zvg)
 Ulk gehörte auch in den Beebop-Club... (Fotos: zvg)
 ... in vielerlei Hinsicht. (Fotos: zvg)
 «Ich glaube, sie hat mir vorhin zugezwinkert.» (Foto: zvg)
 Die Vokuhila-Generation feierte so ausgelassen wie die heutige... wenn nicht noch mehr. (Fotos: zvg)
 Heiterkeit pur im «Bee Bop» (Fotos: zvg)
 Diverse Shows lockerten das «Beebop»-Programm jeweils auf. (Fotos: zvg)
 «Bee Bop» – nicht nur für viele Grenchner mit nostalgischen Erinnerungen verbunden. (Fotos: zvg)
 Auch Pyroshows waren im Beebop hip. (Fotos: zvg)
 Da blieb sicher für jeden was übrig. (Fotos: zvg)
 «Bee Bop» – nicht nur für viele Grenchner mit nostalgischen Erinnerungen verbunden. (Fotos: zvg)
 Auch romantische Nischen fanden sich im «Beebop». (Fotos: zvg)

Das waren noch Zeiten. (Fotos: zvg)

«Morgen geht hoffentlich die Post ab», sagt Mike Brotschi, der Initiant, DJ und ehemalige Geschäftsführer des Tanzschuppens aus den 80ern. Unter dem Motto «same time, same place – 25 years later» will Brotschi den Junggebliebenen die «Schweissperlen auf die Stirne zaubern». Die Idee, eine Revival-Party zu machen, habe er schon länger mit sich herumgetragen, vor allem hätten ihn die Erfolge der Ü-40 Parties, die jetzt überall durchgeführt werden, dazu gebracht, sich ernsthaft mit der Idee auseinander zu setzen. Schliesslich hätten ihn aber Kumpels dazu gebracht, sie jetzt endlich in die Tat umzusetzen.

Vor 25 Jahren ein heisser Schuppen

Das «Bee Bop» in Grenchen war in den 80er-Jahren einer der angesagtesten Schuppen vom Berner Seeland bis weit ins Wasseramt. Fünf Angefressene hatten sich damals zusammengetan – Heinz und Rolf Lüdi, Adrian und Mike Brotschi und Martin Rieder – und einen Ort geschaffen, der sich zum heissesten Treffpunkt Grenchens entwickelte. Von 1985 bis 1988 war das «Bee Bop» ein Mosaiksteinchen in Grenchens Kulturszene, in dem sich Grenchens Jugend und vor allem viele Leute aus dem Umfeld des FC Grenchen trafen. Der FC spielte damals in der Nationalliga A und es gehörte einfach dazu, dass man nach den Spielen im «Bee Bop» abshakte. Jeden Abend war geöffnet, von Donnerstag bis Sonntag habe man nicht selten über 1000 Eintritte verbucht, erzählt Brotschi. Platz hatte man für rund 300 Leute und oft seien sie ausverkauft gewesen. Viele Pärchen, die noch heute zusammen sind, hätten sich dort gefunden.

Neben Funk, Rock und Disco ab Konserve, sprich Platten, gabs Konzerte: Grössen wie die Bo Katzman-Band, Span und regionale Bands traten im «Bee Bop» auf. Selbst die Jungs von «Krokus», wenn auch nicht selber aktiv auf der Bühne, waren oft als Gäste anzutreffen. In der Disco in der Marktpassage wurden Disco-Queen-Wahlen und Modeshows mit zum Teil sehr ausgefallenen Kostümen durchgeführt. Legendär seien die Talkshows mit Dagobert Cahannes jeweils Sonntagmorgen gewesen, die vom Bieler Lokalradio Canal 3 live übertragen wurden und bei denen manch ein Gast «sein Fett weg kriegte».

Morgen Freitag wird Brotschi ab 22 Uhr selber auflegen, etwas moderner, mit Musik vom Laptop, dafür mit einer umso grösseren Anzahl Musiktiteln aus den 80ern, als den DJ’s damals zur Verfügung stand. Den Bar- und Gastrobetrieb stellt Mehmet Polat mit seinem Team vom Baracoa sicher.

Die Tickets für die Party sind schon fast alle weg, gestern gab es nur noch 35 Stück. Pech für jene, die keines mehr ergattern konnten, denn Abendkasse gibt es keine. «Aber vielleicht ist es ja nicht die letzte Party», sagt Brotschi schmunzelnd.