Die Klassen IIc und IIb der beiden Lehrerinnen Karin Aebi und Jacqueline Stauffer behandeln zurzeit die Schweizer Politik und die Parteienlandschaft. Vor den Ferien hielten die Schülerinnen und Schüler einige Vorträge zum Thema und stellten die einzelnen Parteien vor. Eine Schülerin, die 14-jährige Vanessa Mettler, hatte die Idee, Samuel Schmid, Bundesrat a.D., einzuladen, damit er als ehemaliger Schweizer Spitzenpolitiker den Schülerinnen und Schülern Bundesbern und das Leben als Bundesrat etwas näher bringen konnte.

Schmid war sichtlich in seinem Element und genoss es, den jungen, engagierten Menschen aus seinem Wirken zu berichten und ihnen die Zusammenhänge und das Zusammenspiel zwischen Bund und Kantonen etwas näher zu bringen. Er verpasste auch nicht die Gelegenheit, den Jugendlichen klar zu machen, wie wichtig eine gute Schulbildung sei und dass wir hier in der Schweiz – verglichen mit anderen Ländern – sozusagen in paradiesischen Verhältnissen lebten, auch wenn noch vieles verbesserungswürdig sei.

Samuel Schmid beantwortete in einem zweiten Teil Fragen der Schülerinnen und Schüler zu seiner beruflichen Laufbahn, aber auch zu seinem ersten Tag als Bundesrat, seinem Entscheid, überhaupt diese Karriere einzuschlagen und vieles mehr. Schmid gab offen und vor allem persönliche Antworten, was bei den Schülerinnen und Schülern grossen Eindruck machte, wie sie im Anschluss sagten. Schmid räumte auch ein immerwährendes Gerücht aus, er sei oft mit dem Helikopter von Bern nach Rüti geflogen. «Chabis», meinte er. Aber in Grenchen sei er ab und zu auf dem Flugplatz gelandet, wenn seine Reisen mit dem Auto zu lange gedauert hätten. Und es habe nie Reklamationen gegeben, das rechne er den Grenchnern hoch an.

Der vielgereiste Alt-Bundesrat erzählte auch über unzählige Staatsbesuche, die er als Bundespräsident machte – unter anderem bei Putin und Bush – und seine Erfahrungen, insbesondere in China. «Ihr könnt mich jederzeit wieder buchen», meinte er abschliessend.