Es gelang am Montag , I. Z. zu einer Stellungnahme zu den Vorwürfen zu bewegen. Er sei nun schon zum zweiten Mal zur Zielscheibe dieser Schmutzkampagne geworden und sei froh, seine Sicht der Dinge darlegen zu können, sagt er am Telefon.

Auf die Frage, was es mit den Malereien, den Schriften, den Plakaten auf seinem Grundstück auf sich habe, meinte I. Z.: «Das ist eine Reaktion auf all die Ungerechtigkeiten, die mir in den letzten Monaten widerfahren sind.»

Angefangen habe das vor eineinhalb Jahren, als er von einer Mutter zu Unrecht angezeigt worden sei. Diese habe behauptet, er habe sie bedroht und beschimpft.

«Und am Schluss war die Anzeige vom Tisch, es ist zu einem Vergleich gekommen und es hat sich herausgestellt, dass die Frau gar nicht verstanden hat, was ich zu ihr gesagt habe.»

Mann bedroht Grenchner Schulkinder

Mann bedroht Grenchner Schulkinder (Tele M1, 20.11.)

Er wohnt wenige Meter vom Schulhaus entfernt und versetzte Eltern und Kinder in Angst und Schrecken. Gestern eskalierte die Situation, denn I.Z. soll eine Waffe gezückt haben.

Alles sei frei erfunden gewesen. Und nun sei dasselbe schon wieder passiert. «Es ist mir klar, dass ich das durch mein aggressives Verhalten vielleicht auslöse, aber das ist noch lange kein Grund, mich falsch zu beschuldigen.»

Er habe keinen Schüler mit einer Waffe bedroht, er habe überhaupt keine Waffe und die Polizei habe sein Haus durchsucht und nichts gefunden. Die «lächerliche» Spielzeugpistole habe er draussen am Baum befestigt, als Anspielung auf die Polizei.

«Das Kind hat, so viel ich verstanden habe, nicht einmal genau sagen können, was ich in der Hand hatte.» «Und was hatten Sie in der Hand?» «Eine Farbspraydose, die ich kräftig geschüttelt habe, mit der ich einen Stein angesprayt habe.»

Das Geräusch beim kräftigen Schütteln mit der Kugel (in der Spraydose) habe der Schüler eventuell missverstanden, weil das halt Lärm mache.

«Ich habe gesehen, wie er mich von der anderen Strassenseite aus ganz entgeistert angesehen hat. Und ich habe zurückgeschaut, vielleicht etwas böse, aber das ist ein völliges Missverständnis.»

Er würde nie in seinem Leben einen Schüler bedrohen, sagt I. Z. zum wiederholten Mal. Er habe schon oft gesagt, sie sollen ruhig sein und auch «ausgerufen», «für das bin ich berühmt-berüchtigt».

Aber der Vorwurf, er habe Schüler mit einer Waffe bedroht, sei völlig absurd und aus der Luft gegriffen. Auf den Vorwurf, er habe Leute auf der Haldenstrasse beschimpft und bespuckt, sagt I. Z., das sei eine Unterstellung.

Er sei allergisch auf die «Eltern-Taxis», die Situation werde immer schlimmer an der Haldenstrasse. Er sei ein temperamentvoller Typ und habe ein wenig Mühe mit der Impulskontrolle, sei deswegen auch in Therapie.

«Verbal kann ich sehr schnell ausrasten, aber ich bin noch nie tätlich geworden.» Er sei sich bewusst, dass er das durch seine aggressive Art vielleicht herausfordere, aber die Vorwürfe seien aus der Luft gegriffen, wiederholt er.

«Die können noch viel behaupten, die sollen zuerst einmal mit Beweisen kommen.» Die Installationen, Plakate und Figuren seien seine Art, mit der Sache umzugehen und die Dinge zu verarbeiten.

I. Z. macht keinen Hehl daraus, dass er Kinder nicht sonderlich mag. «Ich steh dazu, dass ich ein Kinderschreck bin, aber ich bin kein Kinder-Bedroher.» Es sei noch nie weitergegangen, als dass er sie mal angeschrien und ihnen gesagt habe, sie sollen ruhig sein oder heimgehen – und auch das sei nicht oft vorgekommen.

«Aber ich würde nie ein Kind bedrohen oder tätlich angreifen, das muss man einfach klar unterscheiden!», doppelt er nach. (om)