Lengnau/Grenchen
Hund erschossen: Jäger wird nicht angeklagt

Gegen den Jäger, der am 21. Januar 2013 am Waldrand oberhalb von Grenchen aus Versehen einen Hund erschossen hatte, wird keine Strafuntersuchung eingeleitet.

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Hund Stummeli wurde in Grenchen von einem Jäger erschossen
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«Die Sichtverhältnisse waren gut», sagt Renate Moser rückblickend.
Beim Bäumchen starb Stummeli
Der Vater des toten «Stummeli»
Seit dem Unglück tragen Renate Mosers Hunde Leuchtwesten
Das war Stummeli.

Hund Stummeli wurde in Grenchen von einem Jäger erschossen

Daniela Zimmermann

Die Solothurner Staatsanwaltschaft weist die Anzeige der Stadtpolizei Grenchen von der Hand und verzichtet mangels gesetzlicher Bestimmung auf eine Strafverfolgung, wie der Regionalsender TeleM1 am Mittwoch berichtete.

Dem Sender liegt das Schreiben der Staatsanwaltschaft an die Besitzerin des verstorbenen Hundes, Renate Moser, vor. Darin schreibt die Staatsanwaltschaft, dass der Tatbestand der vorsätzlichen bzw. fahrlässigen Tierquälerei durch qualvolles Töten nicht erfüllt sei. Der Hund sei seinen Verletzungen rasch erlegen und habe nicht lange gelitten. Zur Sanktionierung dieses Vorfalls gebe es auch keine gesetzliche Grundlage.

Der Tod von «Stummeli» war ein Schock für Renate Moser. Sie war an besagtem Abend mit fünf Hunden - vier davon waren ihre eigenen - auf einem Spaziergang, als die Gewehrkugel den Portugiesischen Wasserhund traf. Moser forderte vom Schützen, ein Jäger aus der Region, 1800 Franken Schadenersatz.

Gegen die Verfügung kann Beschwerde erhoben werden. (ldu)

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