Anfang September dieses Jahres gab es im Tower des Flughafens Grenchen einen grösseren Wasserschaden. Regenwasser drang durch die Decke, sofortiges Handeln war angesagt. Bei einer genaueren Untersuchung stellte sich heraus, dass die gesamte Dachkonstruktion bereits Schaden genommen hatte, der Beton war völlig durchnässt und hing durch. Ebenso hatte die darunterliegende Stahlkonstruktion bereits gelitten.

Die Verantwortlichen liessen von Fachleuten eine Studie ausarbeiten und man kam zum Schluss, dass man statt einer notdürftigen Reparatur besser gleich ein komplettes, neues Dach für den Tower bauen lässt.

Letzte Woche war es dann so weit: In einer sprichwörtlichen Nacht-und-Nebel-Aktion wurde das alte Dach innerhalb von 14 Stunden demontiert und das neue montiert. Dazu mussten die empfindlichen Geräte im Tower entsprechend geschützt und verpackt werden.

Die neue Dachkonstruktion ist vollständig aus Holz, sie wurde bei der Blaser Holzbau AG in Grenchen hergestellt und komplett zusammengebaut, sodass sie mithilfe eines Krans quasi als Fertigdach nur noch aufs Gebäude gehievt werden musste. «Eine echte Herausforderung», so Flughafendirektor Ernest Oggier, «denn der Flughafen ist ja täglich geöffnet und der Tower konnte nur zwischen 18 Uhr und 8 Uhr morgens ausser Betrieb genommen werden. Diesen engen Zeitrahmen mussten wir einhalten.» Pünktlich um 8 Uhr konnte Skyguide ihre Arbeit im Tower wieder aufnehmen.

Alle Arbeiten – Spenglerei, Elektro- und Holzarbeiten sowie Montage und Planung – wurden von Firmen aus Grenchen und Umgebung ausgeführt. Das neue Dach inklusive Montage kostete laut Oggier rund 50 000 Franken. «Die beteiligten Firmen haben hervorragende Arbeit geleistet», so Oggier. Besonders freue es ihn, dass man fast ausschliesslich mit regionalen Handwerksbetrieben habe zusammenarbeiten können. (om)