Grenchner Gärten (III)

Hobbygärtnerin Hanni Zürcher pflanzt Blumen, Gemüse und Obst an

Hanni Zürcher inmitten ihres prächtig gedeihenden Schrebergartens.

Hanni Zürcher inmitten ihres prächtig gedeihenden Schrebergartens.

«Ich bin so oft wie möglich hier, denn dies ist mein Paradies» Die Grenchnerin Hanni Zürcher besitzt eine farbenprächtige Oase. Wir besuchen sie in ihrem Schrebergarten.

Die Grenchner Familiengärten in der Witi zählen rund 200 Parzellen, und fast genau in der Mitte befindet sich die farbenprächtige Ruheoase von Hanni Zürcher. Den rund drei Aren grossen Schrebergarten bewirtschaftet die gebürtige Oberaargauerin beinahe im Alleingang. Von Zeit zu Zeit hilft ihr eine Kollegin aus, wenn mal wieder besonders viel Arbeit ansteht.

Wobei, zu tun gibt es immer mehr als genug. Denn nebst einem artenreichen Blumenmeer findet man hier allerlei Sorten von Obst und Gemüse. Vom Rüebli über Lauch, Bohnen, Peperoncini, Zucchetti, Rosenkohl und Gurken bis hin zu verschiedenen Salatsorten findet der Gemüseliebhaber hier alles, was sein Herz begehrt. Des Weiteren gibt es Trauben, Birnen, Äpfel, diverse Beeren und Kräuter.

Der Regen tut nicht nur gut

Auch Tomaten und Kartoffeln werden angepflanzt, jedoch haben gerade Letztere sehr unter dem starken Regenwetter dieses Sommers gelitten.

Dennoch gibt der Schrebergarten über das ganze Jahr mehr als genügend her. «Ich muss eigentlich nie Gemüse kaufen», erklärt Hanni Zürcher. Auch für Freunde und die Familie bleibt am Ende noch reichlich was übrig. «Der Garten wirft so viel ab, das kann ich als Alleinstehende gar nicht alles alleine essen, deshalb verschenke ich viel», so die Hobbygärtnerin.

Aber nicht alles, was nicht sofort gegessen wird, wird auch verschenkt. Beispielsweise werden aus den Beeren auch verschiedene Produkte hergestellt wie Konfitüre oder Sirup.

Als Pächterin einer Familiengarten-Parzelle ist Zürcher von Anfang an dabei. 1979 wurde sie, zusammen mit ihrem Ehemann, über einen Freund auf die neue Anlage in der Witi aufmerksam. «Zuerst dachten wir, das sei nichts für uns, da viel zu viele Leute zu nahe aufeinandersitzen», erzählt die Grenchnerin.

Aber schlussendlich waren das Interesse und der Reiz doch grösser und heute würde sie ihren Garten nicht mehr so schnell hergeben. «Ich bin so oft wie möglich hier, denn dies ist mein Paradies», sagt Zürcher.

In die Ferien gehe sie eigentlich nie, denn die Erholung im eigenen Gärtchen sei um einiges entspannender. Selten käme es mal vor, dass sie ein bis zwei Tage weg sei, aber nie länger. In solchen Momenten schauen entweder die Tochter zum Garten oder die Schrebergartennachbarn, zu denen sie ein besonders gutes Verhältnis pflegt.

Hanni Zürcher hofft deshalb, dass sie ihr eigenes kleines Erholungsgebiet noch so lange wie möglich weiterführen kann; doch der immense Zeitaufwand sei in ihrem Alter auch nicht mehr so leicht zu bewältigen.

Blumen geben weniger Arbeit

Um den Arbeitsaufwand ein bisschen zu minimieren, mussten in den letzten Jahren einige Anbaustellen für Nahrungsmittel den Blumen weichen. «Zu Beginn haben wir praktisch nur Obst und Gemüse angebaut, erst nach und nach kamen immer mehr Blumen dazu», erklärt Zürcher.

Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Zinnien, Waldreben, Rosenbäume, Winterastern, Hortensien, Bechermalven und viele weitere Blumenarten blühen in dem kleinen Familiengarten um die Wette und präsentieren dabei ihre prächtigen Farbpaletten.

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