Grenchen
Helvetia und «Sunnepark» legen los: Baugesuche für insgesamt 176 neue Wohnungen eingereicht

«Sunnepark» reicht ein Baugesuch ein und die Helvetia Versicherung baut vier Blöcke an der Moosstrasse.

Andreas Toggweiler
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Visualisierung der Siedlung an der Moosstrasse.

Visualisierung der Siedlung an der Moosstrasse.

Zur Verfügung gestellt

Jetzt ist es soweit. Die Solviva Immobilien AG hat das Baugesuch für die Überbauung Sunnepark beim alten Spital eingereicht. Die alten Spitalgebäude werden einer Überbauung mit sechs Mehrfamilienhäusern weichen.

Wie Christian Gyger, Geschäftsleiter der Solviva Immobilien AG erklärt, entspricht das Gesuch dem nach einer Mitwirkung der Bevölkerung überarbeiteten Gestaltungsplan, weshalb man nicht mehr mit bedeutenden Einsprachen rechne. Auf dem Areal nördlich des Gesundheitszentrums Sunnepark werden laut Gyger rund 50 Mio. Fr. investiert für Alters- und Familienwohnungen. Insgesamt werden 111 Wohnungen errichtet.

Zwei Häuser mit Eigentum

Eine Konzeptanpassung gab es bei den Eigentumsverhältnissen. Zunächst war vorgesehen, alle Wohnungen zu vermieten. «Es hat sich gezeigt, dass doch eine beträchtliche Nachfrage nach Stockwerkeigentum besteht», erklärt Gyger. Deshalb werden zwei der sechs Gebäude als Eigentumswohnungen gebaut. Ein weiteres Gebäude, das mit Passerelle mit dem Gesundheitszentrum Sunnepark verbunden wird, wird im Besitz der Solviva bleiben und Pflegewohnungen enthalten. «Die Überbauung wird so eine optimale Durchlässigkeit zu den Infrastrukturen des Alterszentrums aufweisen, auch zum Beispiel für Paare, bei der nur eine Person pflegebedürftig ist. Es wird ein Leuchtturmprojekt», ist Gyger nach wie vor überzeugt.
Die drei Gebäude mit den Mietwohnungen würden an einen Investor verkauft, erklärt Gyger weiter. Es gebe mehrere Interessenten. Auch eine Kita soll wie vorgesehen auf dem Areal entstehen. Der Baubeginn, also der Abriss der alten Spitalgebäude, soll im kommenden Sommer erfolgen, es wird mit einer Bauzeit von rund 20 Monaten gerechnet. Alle sechs Gebäude werden in einer Etappe erstellt, was bauökonomisch und auch zur Minimierung der Immissionen die sinnvollste Lösung sei.

Auch Helvetia baut

Auch im Südwesten der Stadt wurde ein weiteres grösseres Bauprojekt publiziert. Zwischen der Moosstrasse und der Gibelstrasse, hinter dem Industriebetrieb der Blösch AG, baut die CasaConsulting AG in Frauenfeld im Auftrag der Helvetia Versicherung vier Mehrfamilienhäuser. Helvetia hat das Grundstück Möösli von etwas über 5200 m2 Fläche von der Firma Blösch gekauft. Geplant sind laut Helvetia-Sprecher Hansjörg Ryser insgesamt 65 Mietwohnungen, die meisten zu 2,5 und 3,5 Zimmern sowie 70 Garagenplätze. Die Neubauten sollten bis Mai 2020 fertiggestellt sein. «Die Mietpreise werden sich im günstigeren Preissegment bewegen», erklärt Ryser. Zum Investitionsvolumen macht Helvetia keine Angaben.

Die Häuser bleiben im Eigentum von Helvetia und werden durch diese verwaltet und vermietet. Die Häuser werden auf dem nördlichen Teil der Parzelle zu stehen kommen und lassen im südlichen Teil eine Grünfläche frei. Architekt ist das Büro SW Bau und Architektur AG in Solothurn. Der Baubeginn ist im April 2018 geplant.