Eine Lupe, um die Welt im Detail zu erkunden, hat der Stadtpräsident, François Scheidegger, jedem Kindergartenkind geschenkt. Ausnahmsweise sitzt die Klasse sogar am Samstagmorgen mit ihren Lehrerinnen Jasmine Eine Lupe, um die Welt im Detail zu erkunden, hat der Stadtpräsident, François Scheidegger, jedem Kindergartenkind geschenkt. Melcher und Annina Krebs (Unterstützung fürs Teamteaching und Deutsch als Zweitsprache) im Kreis zusammen. Für seine drei Lieder, eine Strophe davon auf Englisch, hat der Kindergarten Perron 3 an der Güterstrasse diesmal Publikum.

Neben den Eltern sind Behördenvertreter und Schulleiter da. «Das ist eine Feier aus Freude, dass es den Kindergarten Perron 3 geben darf», eröffnet Gesamtschulleiter Hubert Bläsi den kurzen Festakt. «Wer auf einem Perron steht, geht normalerweise auf eine Reise und hoffentlich eine glückliche Reise. So sind die Kinder hier im Perron 3 auf ihre Reise durch die Schulzeit gestartet.»

Unter Zeitdruck

Stadtpräsident Scheidegger gab der Freude Ausdruck, in seiner sechsjährigen Amtszeit schon den dritten Kindergarten einweihen zu dürfen. Damit verfügt Grenchen über 16 Kindergärten. Der politische Prozess dazu sei eine Herausforderung gewesen, zumal gleichzeitig ein Kindergarten vom Kastels ins Zentrum umziehen musste. Die Alternativen beim Südbahnhof: selbst bauen oder mieten. Die Idee, die Parterrewohnung im Rohbau der neuen Siedlung zu mieten, sei von der Baudirektion gekommen.

Als der Entscheid gefallen war, musste es schnell gehen. Das Schuljahr stand vor der Tür. «Frau Melcher hat mir erzählt, dass eine Woche vor Beginn hier noch alles leer war», sagte François Scheidegger. Anerkennend liess er den Blick über die gut eingerichteten Spielzimmer schweifen. «Hier ist genügend Platz, und es ist hell.»

Allerdings sind zum Beispiel die Umgebungsarbeiten noch nicht abgeschlossen. Dafür sei man mit dem Vermieter im Gespräch, so Gesamtschulleiter Hubert Bläsi beim reichhaltigen Apéro, zu dem auch Eltern beigetragen haben. «Entscheidend bei der Kindergartenplanung ist die Flexibilität. Da genügt es längst nicht, nur die Geburtenzahlen als Planungsgrundlage zu berücksichtigen. Denn die Schülerzahlen können sich innerhalb von nur einem Schuljahr stark verändern», so Bläsi.

Zwischen den Quartieren gebe es ausserdem ständig Verschiebungen. Deshalb seien die Bauten, die die Stadt selbst stellt, manchmal am falschen Ort. Der Gesamtschulleiter fährt fort: «Der Prozess von der politischen Debatte über die Bauplanung bis zur Fertigstellung ist gerade beim Kindergarten nicht schnell genug. Eine Wohnung, wie hier an der Güterstrasse, kann man hingegen zurückgeben, wenn sie als Kindergarten nicht mehr gebraucht wird.»

Eingang schmücken

In einem der Zimmer haben die Kinder die Roboter ausgestellt, die sie aus Kartonschachteln gebastelt hatten. Passend dazu sangen sie das Roboterlied. Augenzwinkernd nahm der Gesamtschulleiter das Thema auf. «Liebe Roboter ihr habt das gut gemacht», lobte er den Beitrag der Kindergärteler zur halbstündigen Feier.

Dann lud die Klassenlehrerin, Jasmine Melcher, Eltern und Kinder dazu ein, einen Wimpel zu bemalen. Die laminierten Fähnchen sollen künftig den Eingang des Schulraums schmücken und den Kindergarten von der Strasse her sichtbar machen.