FCG
Heimspiel: Szenenapplaus im Grenchner Brühl

Der FCG konnte im zweiten Heimspiel an die gute Leistung gegen Spitzenreiter Köniz anknöpfen, ja diese gar noch toppen und das sogar ohne die verletzten Routiniers Stauffer, Sampaio und Sanchez.

Mike Brotschi
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Den Blick in die Zukunft gerichtet: Max Rüetschli ist zuversichtlich.

Den Blick in die Zukunft gerichtet: Max Rüetschli ist zuversichtlich.

„Nach den beiden Niederlagen zuletzt, gingen wir doch etwas verunsichert in die Partie" sagte FCG-Trainer Max Rüetschli. Man habe sich aber die ganze Woche gut auf den Match vorbereitet und wollte gewinnen. „Das 0:1 passierte aber wieder aufgrund eines blöden Fehlers, was wir ja unbedingt vermeiden wollten" fuhr er fort und erwähnte dabei auch, dass man zu diesem Zeitpunkt bereits hätte führen müssen.

Was der FCG zeigte, hat man im Brühl seit Jahren nicht mehr gesehen. Im Gegenteil, Zofingen konnte in den letzten zehn Jahren zuhause nämlich nie bezwungen werden und galt für den alten FCG als Angstgegner. Nicht aber für die Rüetschli-Elf. Nach dem unnötigen Gegentor krempelte das Team die Ärmel nach hinten, liess den Ball und die Gegner laufen.

Spontaner Szenenapplaus

Passfolgen über zehn, zwölf Stationen waren keine Seltenheit und wurden von den Grenchner Fans zum Teil mit spontanem Szenenapplaus honoriert. Beim dritten Anlauf von Miani klappte es dann. Wie bereits zuvor, tauchte der Nachwuchs-Nationalspieler von links im Strafraum auf, wo er aus kurzer Distanz das Tor nicht verfehlte (42.). Nascimento brachte dann in der Nachspielzeit der ersten Hälfte die Einheimischen mit 2:1 in Front. „In der zweiten Halbzeit gab es für Zofingen nichts mehr zu rütteln" freute sich FCG-Trainer Rüetschli nach dem ersten Heimsieg.

„Am Schluss hätte der Sieg noch viel deutlicher ausfallen können." Zu Beginn der zweiten Hälfte blockte der Goalie den Schuss von Miani so, dass er noch vor dem Überschreiten der Torlinie von einem Verteidiger wegspediert werden konnte. Nur mit Mühe parierte der Zofinger Schlussmann darauf einen Distanzschuss von Binaku. Der eingewechselte Krasnici konnte erben, doch reagierte der Gästekeeper auf dessen Schuss hervorragend. Ein Doppelschlag der Uhrenstädter brach dann den Thutstädtern endgültig das Genick.

Richtungsweisend für beide Teams

Zuerst krönte Rackerer Zayas seine hervorragende Leistung mit dem 3:1 und Miani erzielte nach hartnäckigem Nachsetzen sein zweites Tor in dieser Partie. „Dieser Match war für beide Teams richtungsweisend" zog Trainer Pavlicevic Bilanz. „Obwohl das Spiel für uns gut begann und wir vierzig Minuten gut mithielten, müssen wir uns nach dieser Niederlage nach hinten orientieren" schloss der Trainer der Aargauer. Die Grenchner können nun selbstbewusst nach vorne schauen, wo es beim nächsten Heimspiel am Mittwoch, 19. September zum Derby gegen den FC Solothurn kommt.

Grenchen - Zofingen 4:1 (2:1)
Brühl: 220 Zuschauer - SR: Hajdarevic.
Tore: 35. Kovacevic 0:1, 42. Miani 1:1, 45. Nascimento 2:1, 72. Zayas 3:1, 74. Miani 4:1.
Grenchen: Grosjean; Zangger, Dedaj, Fathallah, Hegg; Nascimento (59. Zimmermann), Ndo'Ze, Binaku, Miani (82. Sadrji); Demiri (46. Krasnici), Zayas.
Zofingen : Alexov; Amacker, Waser, Stallone, Pazeller; Bortolin (10. Pinarci), Simic, Majic, Hasani (69. Jonjic); Kovacevic, Halimi.
Bemerkungen: Grenchen ohne Stauffer, Sampaio, Pignone, Sanchez, Safari und Selkic (alle verletzt). Zofingen ohne Pavlicevic, Veljanovski, Sherifi und Hunkeler (alle abwesend).
Verwarnungen: 9. Stallone (Foul), 21. Majic (Foul), 34. Pazeller (Foul), 52. Kovacevic (Foul), 65. Fathallah (Foul).

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