Alterszentrum Weinberg
Heimbewohner bestücken ihren Weihnachtsmarkt

Im Alterszentrum Weinberg wurde wie in den Vorjahren ein Christchindlimärit durchgeführt. Vieles, was es zu kaufen gab, wurde auch in den Aktivierungsgruppen hergestellt.

Nadine Schmid
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Reichhaltiges Angebot am Christchindlimärit im Altersheim Weinberg.

Reichhaltiges Angebot am Christchindlimärit im Altersheim Weinberg.

Nadine Schmid

Am Sonntag konnten Heimbewohner, Angehörige und Auswärtige in familiärer und weihnächtlicher Atmosphäre den Christchindlimärit im Alterszentrum Weinberg geniessen und bereits ein paar Weihnachtsgeschenke ergattern. Seit 1992 wird der Christchindlimärit jährlich durchgeführt und war diesmal wieder ein Erfolg. Mit 25 Ständen war der beliebte Märit voll ausgebucht; dies sind mehr Stände als letztes Jahr. Auch gingen 120 Anmeldungen für den Zmorge-Brunch ein.

«Es geht darum, die Stimmung eines Weihnachtsmarktes ins Heim zu holen. Nicht mehr alle unserer Bewohner sind in der Lage, selber einen Weihnachtsmarkt zu besuchen», erläutert Heimleiterin Sonja Leuenberger die Philosophie. Die Bewohner des Alterszentrums Kastels werden mit einem Bus abgeholt, sodass sie auch teilnehmen können. Mitarbeitende aus allen Bereichen des Alterszentrums wirken mit.

Die Kleinen konnten unterdessen Lebkuchen verzieren.

Die Kleinen konnten unterdessen Lebkuchen verzieren.

Nadine Schmid

Das Meiste, was angeboten wird, ist selbst gemacht. Das Angebot reicht von Pralinen zu Mützen, Kerzen und herzigen Dekorationen. Dabei haben nicht wenige der Heimbewohner ihre Lieblingsstände, die sie jedes Jahr aufs Neue aufsuchen. Beim «Chinderecke» hatten zudem die kleineren Besucher die Möglichkeit, Lebkuchen zu verzieren.

Aktivierung ist Alltagsgestaltung

Einen Teil der Ware haben die Heimbewohner selbst hergestellt. Ein Stand beispielsweise bestückte die Wohngruppe, bei der nicht die Pflege, sondern die Betreuung im Vordergrund steht und die in einem Einfamilienhaus nahe des Heimes lebt. Aber auch die Aktivierungsgruppen der Heime Alterszentrum Kastels und Weinberg hatten je einen Stand. Kissen, Dekos, Pasta, Chrömli, Eingemachtes und noch vieles mehr bereiteten die Bewohner zu und verpackten es liebevoll.

Die Aktivierung ist ein wichtiger Bereich eines Pflegeheims und ist individuell auf den einzelnen Bewohner abgestimmt. Jeder soll das tun, was er mit seinen Möglichkeiten noch kann und möchte. «Das Ziel ist, es den Bewohnerinnen und Bewohnern zu ermöglichen, an Aktivitäten teilzuhaben, die sie auch früher gelebt haben», erklärt Marlies Rüfli. Sie leitet die Aktivierung im Alterszentrum Weinberg. Zusammen mit zwei weiteren Aktivierungsfachfrauen arbeitet sie jeweils das Wochenprogramm aus. Gemeinsames Singen, Jassen und Spielen, Gemüse rüsten, Bewegung auf dem Stuhl und Werken und Gestalten sind einige dieser Aktivitäten. «Es ist eine erfüllende Arbeit, denn hier kann man den Leuten noch wirklich eine Freude machen», erklärt Rüfli. «Wichtig ist: Wir therapieren nicht. Jeder kann für sich entscheiden, was er tun möchte.»

Jeden Freitag besucht die Aktivierungsgruppe den Grenchner Markt. Im Sommer werde auch häufig der Garten genutzt oder Ausflüge an den Bielersee oder an die Aare unternommen. Rüfli: «Wir werden voll und ganz von der Heimleitung unterstützt, dafür sind wir sehr dankbar. Eine solche Unterstützung ist nicht in allen Heimen der Fall.»

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