Lindenhaus
«Hausgeist» erweckt eine Zeitung zum Leben

Pünktlich zum Open House Festival wird das hauseigene Blatt «Huusgeischt» vorgestellt. Die Zeitung soll eine Gesamtschau der Tätigkeit im Lindenhaus bieten.

Daniela Deck
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Regula Lüthi (2.v.l.) und die Kids freuen sich auf die hauseigene Zeitung «Huusgeischt». Hanspeter Bärtschi

Regula Lüthi (2.v.l.) und die Kids freuen sich auf die hauseigene Zeitung «Huusgeischt». Hanspeter Bärtschi

Solothurner Zeitung

Jedes Haus hat seinen eigenen Geist. Im Lindenhaus hat dieser unzählige Gesichter. So unterschiedliche Dinge wie Disco, Spiele, Aufgabenhilfe, Mittagstisch und Deutschkurse gehören dazu. Entsprechend nehmen die meisten Leute vom grossen Kaleidoskop nur einzelne Facetten wahr. Mit der Erscheinung des «Huusgeischts» will das Team das ändern. Diese Zeitung soll eine Gesamtschau der Tätigkeit im Lindenhaus bieten: überraschend, mit Augenzwinkern und Beteiligung der jugendlichen Hauptpersonen verfasst. Vorgestellt wird der «Huusgeischt» am Open House Festival am 28. Mai (siehe Text unten).

Die Idee einer Jugendhaus-Zeitung hat jahrelang im Betreuerteam geschlummert. Einmal reichte die Kapazität nicht, dann fehlte eine geeignete Person für den Start. Jetzt ist die Zeit reif, um den guten Geist des Lindenhauses auf Papier zu bannen. Davon ist die Leiterin, Regula Lüthi, überzeugt. «Inspirieren liessen wir uns von Maturzeitungen. Unsere Praktikantin, Luisa Hafner, hat eine Maturzeitung gemacht. Sie gibt uns viele gute Tipps.»

Liebesgeschichten und Geister

16 Seiten stark soll die Zeitung werden, zehn schwarzweiss, sechs farbig. Das Titelblatt soll ein Hingucker sein, schliesslich bietet das Jugendhaus genügend interessante Anekdoten. Dann folgen ein Vorwort aus der Teamküche und ein Porträt von Stammgästen. Der Gang durch eine Woche darf durchaus zum Schmunzeln Anlass geben. Vier Bilderseiten werden sich den Liebesgeschichten unter dem Lindenhausdach widmen. Weiter geht es mit Erlebnisberichten von Jugendlichen. Dabei spielt es gemäss Lüthi keine Rolle, ob sie vom Europapark oder vom hauseigenen Salsakurs schwärmen.

Natürlich kommen auch die hauseigenen «Promis» zu Wort: Teammitglieder, Deutschkursleiterinnen und Mittagstischhelferinnen. Eine zweite Bildstrecke zeigt das Jugendhaus in Aktion, Schnappschüsse von dort, wo tagtäglich beziehungsweise abendlich die Post abgeht. Auch ehemalige Stammgäste sollen zu Wort kommen. Abgerundet wird die Zeitung mit dem Veranstaltungskalender und einer Rätselseite mit Wettbewerb. Natürlich dürfen Inserate nicht fehlen. Regula Lüthi: «Wir schreiben die lokalen Gewerbebetriebe an, mit denen wir regelmässig zusammenarbeiten. Wir laden sie ein, sich im ‹Huusgeischt› vorzustellen.» Sie hofft, dass Geldspenden helfen, die Druckkosten zu berappen.

Begeisterung in Worte fassen

Als Fotografin habe sich Stefanie Daumüller zur Verfügung gestellt, die gegenwärtig eine Fotoausbildung absolviert. Auch ein Layouter sei bereits gefunden. Das Pièce de Résistance dürfte die Mitarbeit der wichtigsten Klientel werden. «Die Jugendlichen sind Feuer und Flamme für die Idee der Hauszeitung. Aber selbst etwas zu schreiben trauen sich viele nicht zu.» Regula Lüthi spricht aus langer Erfahrung. Der Cybergeneration mangelt es nicht an Ideen. Doch sie tut sich schwer mit dem Verfassen von Texten. Allein schon das Schreiben ganzer Sätze – womöglich gar auf Schriftdeutsch – bedeutet für viele Jugendliche eine erhebliche Anstrengung. Die Leiterin des Jugendhauses ist zuversichtlich, dass der Funke der Begeisterung für die Idee in kürzeren und längeren Texten zündet. Von der Bereitschaft zur Mitarbeit der Kinder und Jugendlichen wird es abhängen, wann der zweite «Huusgeischt» erscheinen wird.

Anmeldung Karaoke-Wettbewerb und Konzert bei Regula Lüthi per Telefon: 079 723 31 69 oder per E-Mail:
info@lindenhausgrenchen.ch

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