Wie ein Nachbar erzählt, wurde das Haus von einem Paar bewohnt, das am Donnerstagabend orthodoxe Weihnachten im Kreis der Familie und Freunden gefeiert habe. Die Frau russischer Abstammung habe nach dem Fest die Freunde mit dem Auto nach Hause gefahren. Kurz nachdem sie das Haus verlassen habe, sei der Weihnachtsbaum in Brand geraten und der Mann habe versucht, den brennenden Baum aus dem Haus zu schaffen, was ihm aber offenbar nicht gelungen sei. «Ich selber bin kurz vor 22 Uhr ins Bett gegangen und habe plötzlich Rauch gerochen», meinte der Nachbar.

Dicker, schwarzer Rauch habe die Sicht auf das Nachbarsgrundstück komplett verunmöglicht. Er habe dann sofort die Feuerwehr Büren alarmiert, die wenige Minuten später schon vor Ort gewesen sei. Zu diesem Zeitpunkt stand das Haus aber schon in Vollbrand. 

Der Bewohner des Hauses sei aufgetaucht und habe schrecklich ausgesehen, erzählt der Nachbar weiter: «Er trug nur ein Trägershirt, hatte Verbrennungen an beiden Armen, im Gesicht und auf dem Kopf, es hat ihm sämtliche Haare weggebrannt. Er war schwarz wie ein Kaminfeger.» Der Mann sei dann später mit der  Rega in ein Spital in Zürich geflogen worden.

Rund 70 Feuerwehrleute der Feuerwehr Büren seien im Einsatz gewesen, meinte ein Feuerwehroffizier vor Ort. Als Ein Übergreifen auf umliegende Häuser konnte verhindert werden.

Spezialisten der Brandermittlung und der Kantonspolizei Bern sind daran, das Gebäude weiter zu untersuchen. Noch immer werden Glutnester durch Angehörige der Feuerwehr gelöscht. (om)