Die zweite Saison auf dem Grossfeld startete mit dem Duell gegen den Kantonsrivalen und Nachbarn SHC Bettlach, der es letzte Saison überraschend in die Top 4 der Qualifikation geschafft hatte. Die Grenchner konnten die Partie vor heimischem Publikum dank einem komfortablen 4:0-Vorsprung zu Spielhälfte mit 4:2 für sich entscheiden und sorgten somit für einen gelungenen Start in die neue Saison.

Gegen Belp doppelten die Uhrenstädter fünf Tage später dank einem starken Mitteldrittel mit einem 6:9-Sieg nach und platzierten sich dort, wo sie sich wohlfühlen – an der Spitze der Tabelle. Die nächsten Duelle verliefen ebenfalls erfolgreich, gegen Bonstetten und Sierre feierte man, jedenfalls resultatmässig, ungefährdete Siege, das Schlusslicht aus Kerzenried wurde gar mit 1:15 abgefertigt.

Polster aus fünf Spielen

Grenchen hatte sich nach diesen fünf Spielen bereits ein kleines Polster zur Konkurrenz erarbeitet. Die einzige Mannschaft, die ebenfalls kein Spiel verloren hatte, waren die Oberwil Rebells, der amtierende Schweizer Meister. Ebendiese Rebells erwarteten den SHC Grenchen-Limpachtal zum Spitzenduell in der SIKA Arena, nahe dem Heimstadion des Eishockeyclubs EV Zug. Grenchen ging in den ersten zehn Minuten zwei Mal in Führung, nach dem ersten Drittel stand es 3:3, ein Spitzenkampf, wie ein Spitzenkampf sein sollte. Im zweiten Drittel haperte es dann mit den Toren, das 4:3 für Oberwil fiel erst im Schlussdrittel. Danach hatten die Grenchner nicht mehr viel zu melden, am Ende kassierte man mit dem Stand von 6:3 die erste Saisonniederlage.

Nach diesem Spiel sollte es vor allem in der Defensive bravourös laufen, David Fankhauser und Simon Stucki im Tor der Uhrenstädter feierten bei den Kantersiegen gegen Bettlach, Bonstetten und Kernenried drei Shutouts hintereinander, die Offensive mochte auch zu zeigen, was sie kann, so stockten die Grenchner ihr Torverhältnis um fantastische +31 auf.

Auf der Erfolgswelle

Die Erfolgswelle wurde von den direkten Kontrahenten aus Sierre prompt unterbrochen, Grenchen kassierte gleich deren 9 Tore und verlor das Spiel mit 9:3. Obwohl das an der Tabellensituation nichts änderte, waren dies wichtige Punkte im Kampf um die direkte Qualifikation für die Playoffs, die liegen gelassen wurden. Beim darauffolgenden Heimspiel gegen Belp begrüsste man 124 Zuschauer, das ist bisheriger Saisonrekord in Grenchen.
Das Spiel gewannen die Uhrenstädter mit 11:6 und vergrösserten somit den Vorsprung auf die Konkurrenz.

Das letzte Meisterschaftsspiel vor der Winterpause war wieder ein Heimspiel, wieder hiess es amtierender Cupsieger gegen den amtierenden Meister. Grenchen verlor auch dieses Spiel gegen Oberwil, wieder mit drei Toren Unterschied.

Mit drei Niederlagen in die Pause

Sechs Tage später wollte man gegen Belp in den Cup-Viertelfinal einziehen, um der Mission Titelverteidigung einen Schritt näher zu kommen. Daraus wurde jedoch nichts, nach den zwei Siegen in der Meisterschaft verlor der SHC Grenchen-Limpachtal unglücklich mit 3:2 nach Verlängerung, so können die Grenchner den Cupsieg auch dieses Mal nicht verteidigen.

Insgesamt spielten die Uhrenstädter eine gute erste Saisonhälfte, vor der Winterpause musste man aber leider drei Niederlagen einstecken. Jetzt kann Grenchen die Energien wieder aufladen und Mut fassen, so- dass man im neuen Jahr nicht nur die direkte Playoffquali, sondern vielleicht auch gar den Meistertitel feiern kann.