Grenchen
Gute Stimmung: Rund 500 Zuschauer bejubelten die Weltcupsiegerin

Rund 500 Zuschauer sahen an im Tissot Velodrome spannende Wettkämpfe. Ambitionierte Junioren, eine junge Generation Elitefahrer, Cracks im besten Alter sowie eine Weltcupsiegerin sorgten für gute Stimmung.

André Weyermann
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Weltcupsiegerin Aline Seitz

Weltcupsiegerin Aline Seitz

André Weyermann

Nur ein paar Tage nachdem Aline Seitz in Minsk ihren ersten Weltcupsieg (im Scratch) eingefahren hatte, präsentierte sie sich dem Grenchner Publikum und wurde gehörig gefeiert. Der 21-Jährigen gelang dieses Kunststück in ihrer ersten Weltcupsaison. Der letzte Sieg einer Schweizerin auf höchster Ebene geht auf das Jahr 2004 zurück, als die zweifache Olympiamedaillen-Gewinnerin Karin Thürig in der Einzelverfolgung erfolgreich war. Aline Seitz lieferte in ihre Parade-Disziplin den etwas jüngeren männlichen Kollegen auf der ultraschnellen Velodrome- Bahn einen spannenden Kampf und musste sich schliesslich nur einem Trio geschlagen geben.

Spannende Rennen

In Abwesenheit einiger der stärksten Schweizer (Verletzung, Trainingslager oder andere Verpflichtung) packte eine junge Garde die Möglichkeit beim Schopf und zeigte spektakulären Radsport. Reto Müller, Robin Froidevaux, Valère Thiébaud und Lukas Rüegg schenkten sich in diversen Disziplinen nichts und sorgten mit ihrem Ringen um den Sieg für aufregende Rennen. Schliesslich setzte sich Reto Müller in der Ausscheidung und im Tempo Race durch, während Lukas Rüegg im Scratch die Oberhand behielt. Im Keirin hingegen war der Bieler Marc Frossard eine Klasse für sich.

Das Velodrome hat sich auch der Förderung des Nachwuchses verschrieben. Entsprechend ausgiebig kamen die U17- und U19-Fahrer zum Zuge. Herausragend fuhr bei den Älteren Robin Ender. Er holte sich Siege im Tempo Race und im Scratch und musste sich nur im Punktefahren knapp Henry Lawton geschlagen geben. Bei den Jüngeren setzte sich Dominik Weiss mit zwei Siegen (Scratch, Punktefahren) sowie einem zweiten Platz (Ausscheidung) ebenso gut in Szene.

Rund 500 Zuschauer sahen an im Tissot Velodrome spannende Wettkämpfe.

Rund 500 Zuschauer sahen an im Tissot Velodrome spannende Wettkämpfe.

André Weyermann

Lokale trumpften auf

Viel Lokalkolorit gab es bei der Ü40 Kategorie zu bestaunen. Im Ausscheidungsrennen war Marcel Wullschleger des im Velodrome beheimateten Teams Velo-Art nicht zu schlagen. Er gewann den finalen Sprint gegen Beat Ruckstuhl im Dress des Velodromes. Dahinter platzierten sich die Grenchner Sascha Plasa im dritten und Jan Swager van Dok im fünften Rang. Auch der viertplatzierte Stefan Hofer trug das Dress des Gastgebers. Marcel Wullschleger setzte sich übrigens auch im «Kampfsprint» Keirin souverän durch.

Schliesslich kamen die Zuschauenden noch in den Genuss des unterhaltsamen Standstill Contests. In dieser speziellen Disziplin geht es darum, sich kurz vor der Startlinie auf dem Rad balancierend zu positionieren, ehe irgendwann der Startschuss fällt und es gilt, aus dem Stand eine Runde zu absolvieren.

Ranglisten: www.tissotvelodrome.ch