Grenchen
Gut, wenn etwas geht, aber...

Die Wirtschaftsförderung Grenchen will mit Berufswahlmesse und Erlebniswelt den drohenden Fachkräftemangel zu bekämpfen. Ein wichtiger Partner wäre der Industrie- und Handelsverband. Der gibt sich noch verhalten.

Patrick Furrer
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Gut, wenn etwas geht, aber...

Gut, wenn etwas geht, aber...

Grenchner Tagblatt

Die Wirtschaftsförderung will das Angebot der Berufsmesse IB Live mit einer Erlebniswelt auf das Gewerbe ergänzen (wir berichteten). Das Grobkonzept liegt vor, derzeit checkt Wirtschaftsförderer René Goetz das Interesse bei Gewerbe- und Industrieverbänden ab.

Ohne ideelle und finanzielle Unterstützung hat das Projekt kaum Chancen. Einer der wichtigsten möglichen Partner ist der Industrie- und Handelsverband mit der gleichnamigen Stiftung, welche die «IB Live» organisieren.

Für Gespräche offen

Beim Verband hält man sich mit Wertungen noch zurück. Die Gespräche mit der Wirtschaftsförderung folgen erst. In einer ersten Reaktion sagt Verbandsvizepräsident Jean-Claude Cattin, er finde die Idee im Grundsatz durchaus begrüssenswert.

Die «IB Live» sei schliesslich nach dem leidigen Untergang der Mittelländischen Berufsmesse Mibe aus der Not heraus entstanden. Die Industrie entschloss sich, selber etwas auf die Beine zu stellen. Für Diskussionen sei man offen.

Drei wichtige Kriterien

«Auch wenn die Industrie schon eine Berufsmesse hat: Es gibt auch eine Standortsolidarität. Wir würden es im Grundsatz begrüssen, wenn etwas geht. Dann wäre es wieder so wie früher, als die Mibe noch existierte», sagt Cattin. Eine Zusage ist das aber noch lange nicht.

Ohne Bezug auf die aktuellen Pläne zu nehmen, erklärt der Vizepräsident: «Jede gute Idee muss drei Kriterien erfüllen: Sie muss zahlbar sein, darf keinen zu hohen administrativen Aufwand verursachen, und sie muss einen klaren Nutzen haben.» Kriterien, die auch für das ambitionierte Projekt der Wirtschaftsförderung gelten.

Stiftungsrats-Vize Heinz Aemmer meint: Es wäre natürlich gut, wenn es auch für Betriebe und Berufe, die nicht an der «IB Live» vertreten sind, wieder eine Möglichkeit gäbe, sich zu präsentieren. Gespräche würden sicher geführt. «Für eine Stellungnahme ist es aber noch zu früh.»