Stadtbummel Grenchen

Grundnahrung, Weihnachten und das WWW

«Wer hat das Internet erfunden? (...) Wir Grenchner waren es!»

«Wer hat das Internet erfunden? (...) Wir Grenchner waren es!»

Sie sind da die Vorboten der weihnächtlichen Zeit: in den Schaufenstern natürlich, in den Läden und Grossverteilern sowieso. Auch das kulturelle-gesellschaftliche Programm stimmt so langsam darauf ein. Die Adventskalender werden gebastelt, der Weihnachtsmarkt lässt Vorfreude aufkommen. Aber dieses Jahr steht auch ein Name dafür: «Nazareth». Die weltberühmten Rocker aus Schottland geben sich nächsten Mittwoch im Parktheater die Ehre.

Dem Vernehmen nach sind noch einige wenige Stehplätze zu haben. Also zugreifen und schwelgen bei «Love Hurts», «Dream on» oder «Whisky Drinkin’ Women». Wer weiss schon, wann wieder so ein «Hockkaräter» unsere Stadt besucht. Mit knapp 60 Millionen verkaufter Alben weltweit sind «Nazareth» zusammen mit den «Simple Minds» die international wohl bekannteste und erfolgreichste Musikgruppe aus der Heimat von Sean Connery oder Andy Murray.

Vorboten anderer Art sind an der Centralstrasse beim «Gärtli» auszumachen. Vor Max Toblers Liegenschaft werden Mulden gefüllt, im Innern ist man offensichtlich heftig am Umbauen. Die Hoffnung wird genährt, dass bald wieder Leben in eine der letzten wirklichen Beizen Grenchens einzieht. Die Stammtische plaudern es aus und auch andere gut informierte Kreise wollen es wissen: Die Wirtsleute von der «Linde» Subingen werden hier in Kürze heimisch werden. Das Gasthaus steht im Ruf, die beste Pizza und Pasta im ganzen Wasseramt herzustellen. Mit dieser Region hat unsere Stadt bekanntlich schon immer gute Erfahrungen gemacht, schliesslich stammt ein Teil der Wasserversorgung eben aus dem Wasseramt. Nun kommt- wie es den Anschein macht- ein weiteres «Grundnahrungsmittel» dazu.

Blick zurück in die Zukunft: Das WWW, Sie wissen schon, das Internet, wer hats erfunden? Verschwenden Sie nun bitte keine Gedanken an das Militär oder an das Genfer «CERN». Wir Grenchner waren es! Und das kam so: Vor Jahrzehnten, als noch Edi Rothen die Stadt leitete, setzte dieser zur Auslotung gewisser Projekte gerne mal einen Ausschuss ein. Sehr oft nominierte er dafür das WWW-Team. Politisch ausgewogen bestand es aus dem roten Rainer Werner Walter, dem gelben Paul Wälti und dem schwarzen Marcel Weya: quod erat demonstrandum. Dieser Ausschuss war eigentlicher Geburtshelfer dazumal zukunftsgerichteter Unterfangen. So geht, um nur ein Beispiel zu nennen, Grenchen Tourismus (damals Verkehrsverein, 1965) auf diese Visionäre zurück.

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