«Den Verlustvortrag der vergangenen Jahre konnten wir trotz sportlichem Misserfolg in der vergangenen Saison, in welcher der FCG in der Tabelle nach hinten durchgereicht wurde, wettmachen», zeigte sich Finanzchef Urs Erb stolz. Als Hauptsponsor unterstützte er den Verein in den letzten Jahren jeweils mit namhaften finanziellen Zuwendungen, und er ermöglichte es nun, der neuen Führungscrew einen schuldenfreien Verein übergeben zu können.

Aus der Jahresrechnung liess sich nämlich entnehmen, dass dies, ohne nochmals tief in die Tasche zu greifen, unmöglich gewesen wäre. «Ich bleibe dem FCG erhalten», lautete die positive Nachricht des FCG-Mäzens. Er engagiere sich weiterhin im Club 3000 und werde sich bei den Fussball-Veteranen weiterhin fit halten.

Mitgliederbeiträge reduziert

In seinem Jahresbericht erwähnte der zurückgetretene Vorsitzende Mario Bernasconi, dass für ihn das Cupspiel gegen den FC Zürich ganz klar das Highlight der letzten Saison war. «Negativ war hingegen das Nein für den geplanten Kunstrasen», zeigte er sich immer noch tief enttäuscht über den Ausgang der Abstimmung. «In der Folge machte sich bei uns neben und auf dem Rasen Resignation breit, sodass sogar die geplante FCG-Night wegen mangelndem Interesse abgesagt werden musste.»

Der neue FCG-Vorsitzende Rolf Bieri verkündete: «Ich will aus dem FCG wieder eine Familie machen. Wir wollen in der Gesellschaft künftig breiter abgestützt sein. Der FCG soll wieder attraktiv sein, ein Verein in welchem sich die Fussballfamilien gerne begegnen. Die Einnahmen sollen primär von Sponsoren kommen, nicht von den Mitgliedern.» Dass es ihm dabei ernst ist, unterstrich er in seinem Antrag auf eine Reduktion der Mitgliederbeiträge, welcher von den 73 Anwesenden gleich einstimmig angenommen wurde.

Positiv gestimmt in die Zukunft

Dies, obwohl sich der neue Finanzchef Gilbert Uebelhardt bei der Einnahmenseite des Budgets nicht in die Karten schauen liess. «Bei den Ausgaben gehen wir davon aus, dass sich diese im Rahmen des bisherigen bewegen.»

Er betonte aber, dass ein grosses Stück Arbeit auf die neue Vereinsleitung zukommen werde. «Taten statt Worte» laute die Devise, bei welcher vor allem die neue Marketing-Fachfrau Dominique Schadebach gefordert sein werde.

Was die sportliche Leitung unter der Führung des neuen Sportchefs Peter Baumann in der kurzen Zeit fertiggebracht hat, lässt aufhorchen. Die ersten Resultate der neuen 1. Mannschaft um Trainer Max Rüetschli lassen sich sehen. «Es läuft für den Verein einfacher, wenn man auf dem Rasen erfolgreich ist», wünschte auch der scheidende Sportchef Reto Andres der neuen Crew viel Erfolg.