Regiobank Grenchen
Grossvater und Enkelin stellen ihre Werke gemeinsam aus

In der Grenchner Regiobank-Filiale zeigen Heinrich Süss und Sarah Weya ihre Bilder.

Nadine Schmid
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Sarah Weya und Heinrich Süss posieren vor zwei Bildern von Weya.

Sarah Weya und Heinrich Süss posieren vor zwei Bildern von Weya.

Er malt expressionistisch abstrakt, sie stilistisch ganz spezielle Porträts. Grossvater Heinrich Süss und Enkelin Sarah Weya stellen bis Ende Februar gemeinsam in der Schalterhalle der Regiobank aus. Am Freitag fand die Vernissage statt. «Wir unterstützen uns schon seit je gegenseitig», so Weya, die bereits als Kind leidenschaftlich gern malte und von ihrem Grossvater die Aquarelltechnik lernte.

Bereits mehrmals stellten sie zusammen aus, zuerst vor dreizehn Jahren. Damals lagen ihre Schwerpunkte umgekehrt: Weya fokussierte sich auf das Abstrakte und Süss auf das Gegenständliche. Inzwischen sind beide auf die Acrylmalerei umgestiegen.

Himmel, Gewässer, Berge und Bäume sind noch zu erahnen, ihre Konturen sind da, gleichzeitig aber auch nicht. Sie gehen ineinander über und lassen die eigentlichen Grenzen verschwimmen. Betrachtet man die Bilder des Bettlachers und leidenschaftlichen Fotografen, so fallen die weichen, warmen Farben ins Auge, die in Einklang miteinander harmonieren und den Beobachter tief berühren können.

Weyas Porträts bilden Menschen ab, denen sie begegnet ist und mit denen sie Geschichten erlebt hat. Dabei hat sie einen ganz speziellen Stil entwickelt, der einzigartig ist. Da sind nämlich Kringel und Linien, die die Gesichter formen und so verschiedene Emotionen hervorrufen. So beispielsweise beim Träumer, über dem Kreise schweben. Der Hintergrund ein Zusammenspiel aus Rot, Braun, Gelb und Schwarz. Weya, die in Grenchen aufgewachsen ist und heute in Lommiswil lebt, hat an der 16. Biennale VisarteJura überzeugt, sodass sie im Spätsommer zwei ihrer Bilder ausstellen konnte.

Die Ausstellung in der Regiobank kann während der Öffnungszeiten besucht werden. Es ist bereits die neunte Ausstellung in der Schalterhalle der Bank. Diese setzt sich sehr für regionale Kulturförderung ein und das nicht nur durch solche Ausstellungen in Grenchen, die regionalen Künstlern eine Plattform bieten. Pro Jahr landen 40'000 Franken im Kultur- und Sportfonds, der alle zwei Jahre ausgeschüttet wird.