Das erste Sinfoniekonzert mit dem neuen Dirigenten Ruwen Kronenberg, der eine hervorragende Stabführung leistete, war wie auch das Kinderkonzert vom Freitag ein voller Erfolg. Das Stadtorchester lieferte dem Publikum einen spannenden und vielfältigen Konzertabend.

Carl Philipp Stamitz hat gesamthaft elf Klarinettenkonzerte komponiert. Das Dritte in B-Dur wurde vom Orchester mit viel Sorgfalt umgesetzt. Einerseits fungierte es als Begleitung der Solistin Franziska Baschung, andererseits trat es immer wieder mit ihr in Wettstreit. Die regional verankerte Klarinettistin, die national und international in Orchestern auftritt, zeigte eine vortreffliche, virtuose Leistung. Ihre Klarinette führte in eine vielfältige, gefühlvolle Klangwelt: Bestimmt und rasch war das Allegro moderato, sachte, gemütlich, betroffen und hoffnungsvoll die Romanze, aufgeweckt und sogar etwas keck: das Rondo.

Paradiesvogel, Pinguin, Panther

Auch Johann Georg Lang ist ein Komponist der Frühklassik. Seine zweite Sinfonie bietet eine breite Palette an Klangfarben, ist lebhaft, spielerisch und sanft. Im Allegro molto stechen besonders die zwei Hörner hervor, die meisterhaft mit dem Stadtorchester interagierten. Im Andante wiederum trat die Querflöte malerisch und grossartig interpretiert von Toni Ebnöther in die Zwiesprache mit dem Orchester.

Dann führte das Stadtorchester in der Rolle der Pinguine gekonnt in den Urwald über – zum bunten, witzigen, lebhaften und spannenden «Karneval der Tiere» von Camille Saint-Saëns. Anne-Catherine Kramis erzählte als Paradiesvogel brillant und witzig die Geschichte dieses Tierevents. Alle Solisten und das Orchester überzeugten. Auch das Streicher-Ensemble der Musikschule imitierte Spatzen und junge Katzen. Die Pantherinnen Marian und Nicole Rivar brillierten am Klavier und zeigten gewieft in einer Zugabe, wie sich vierhändig und auf dem Rücken liegend immer noch trefflich Klavier spielen lässt.