Die Grenchner Winterausstellung (Grewa) will weg vom Weihnachtsimage – nicht nur der Namenswechsel, auch gewisse Änderungen der Ausstellung wiesen darauf hin. Wer über die drei Ausstellungstage den Eusebiushof betrat, wurde früh vom ersten Wintergefühl erfasst: Der Geruch der Fonduestube legte sich über die dreistöckige Grewa. Manch einer störte sich einwenig am Geruch, vergass ihn aber beim Stöbern und plaudern schnell.

Um die Informationsdichte des Events zu erhöhen, wurden neu auch auswärtige Feriendestinationen wie Savognin oder Arosa an Ständen vorgestellt. «Durch diese Angebote wird das Gesamtbild der Ausstellung verändert», weiss OK-Mitglied Fredy Schnyder, «Wir gehen mehr Richtung Winter und Lifestyle.» Von der früheren Weihnachtsausstellung ist nichts mehr zu spüren.

«Auswärtige Besucher fanden den Weg nur schwer»

Die 42 Stände und Restaurants der Winterausstellung wurden gut besucht. Einige Standbetreiber hätten sich jedoch über eine höhere und durchgehend konstante Besucherzahl gefreut. «Die Stimmung war super, doch mehr Gäste wären von Vorteil gewesen», sagt Ursula Schaller von der Team Papeterie. «Dadurch ergab sich aber auch die Möglichkeit, sich für die Kundschaft Zeit zu nehmen und sich zu unterhalten.» Denn stimmt Wein- und Getränkehändler Willi Von Burg zu: «Ich schätze die Gelegenheit, mich mit den Interessenten unterhalten zu können – es ist eine schöne Art merci zu sagen. Ziel der Ausstellung ist es doch, zu sehen und gesehen zu werden.»

Schade sei es nur gewesen, dass die Grosszahl der Besucher aus Grenchen stammte. «Auswärtige Besucher fanden den Weg nur schwer. Die Stadtpolizei hat uns die Positionierung von Wegweisern nicht gewährt», meint Fredy Schnyder, der selbst den Stand TV Schnyder betrieb, «Mehr Tourismus wäre von Vorteil gewesen.»

Die nächste Grewa wird im Jahr 2014 stattfinden. Über einen möglichen Standortwechsel ins Velodrom oder in die Tennishalle wolle man nachdenken, sagt Fredy Schnyder. Denn die Meinungen zur Lokalität sind geteilt. «Von vielen Seiten ist zu hören, dass es schöner wäre, das Ganze auf demselben Stockwerk weniger verwinkelt zu haben», sagt das OK-Mitglied.