«Rasant geschnitten, provokativ und innovativ» ist der Dokumentarfilm «Die Gentrifizierung bin ich: Beichte eines Finsterlings» von Thomas Haemmerli, der am 12. November um 18.30 Uhr im Kino Rex gezeigt wird. Selbstironisch und humoristisch beschäftigt sich Haemmerli in seinem Werk mit Wohnen, Raumgebrauch, Stadtentwicklung, Dichte, Fremdenfeindlichkeit und Gentrifizierung. Dabei enthält der Film auch autobiografische Züge, greift er doch die Kindheit des Filmemachers am Zürichberg, seine jugendliche Hausbesetzung und seine weltweit verteilten Zweitwohnsitze auf.

Fotoausstellung im Kunsthaus

Zum zweiten Mal schrieb die Solothurner Sektion des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins SIA den «Priisnagel Fotografie» aus. Zusammen mit dem «Priisnagel Architektur», welcher vom Kantonalen Kuratorium für Kulturförderung und vom SIA Sektion Solothurn alle drei Jahre gemeinsam vergeben wird, soll damit ein «ganzheitliches Bild des Bauens, Planens und Entstehens von Architektur im Kanton» gezeichnet werden.

Der aktuelle Fotowettbewerb ist dem Thema «Identität von Wohnquartieren» gewidmet. Gegenwärtige Wohnformen im Kanton Solothurn und die damit verbundene Lebensqualität (und deren Wandel) sollen dokumentiert werden. Die Vernissage der Ausstellung samt Preisübergabe findet am 7. November um 18.15 Uhr im Kunsthaus statt. Neben der Jury werden SIA Präsident Schweiz, Stefan Cadosch, und Regierungsrat Roland Fürst die Sieger in ihren Reden würdigen. Die Ausstellung kann vom 8.–11. November, Do–Sa: 14–17 Uhr; So: 11–17 Uhr besucht werden.

Renovation eines Hochhauses

Die Stadt Biel hat von 2014–17 an einer Vision gearbeitet. Mit ihrem Modellvorhaben «Entwicklungspotenziale Bieler Genossenschaftssiedlungen» plant die Stadt, mittel- bis längerfristig solche Siedlungen auf städtischer Baurechtsparzelle zu erneuern. Zwei Projekte sind nun konkret in Planung und werden am 17. November um 10 Uhr bei der Siedlung Mettlenweg/Lehmgrubenweg von Vertretern der Wohnbaugenossenschaft wobe und der Stadtplanung Biel vorgestellt.

Zum einen soll ein Hochhaus von 1960 komplett saniert werden, sodass 52 zeitgemässe Wohnungen dort Platz finden. Zum anderen wird mit der Durchführung eines Projektwettbewerbs «eine qualitative Verdichtung und die Schaffung von zusätzlichem, hochwertigem Wohnraum im Einklang mit den Werten der Genossenschaft» realisiert, wie es in einer Mitteilung der Wohntage heisst.

Tagung zu Modellvorhaben

An der Fachtagung vom 8. November von 9.30 bis 16.30 Uhr im Parktheater gibt es eine «Tour de Suisse» zu den aktuellen Modellvorhaben im Wohnungswesen. Diese behandeln spannende Fragestellungen wie beispielsweise die Frage, wie bauliche Erneuerungen mit Innenentwicklung und Denkmalschutz vereinbar sind oder wie es in Regionen mit hohem Anteil von Zweitwohnungen gelingen kann, erschwingliche Wohnungen für Ortsansässige und Tourismusangestellte zu gewährleisten. Für die Fachtagung kann man sich noch bis 1. November anmelden.

Die Grenchner Wohntage sind ein Verbundprojekt zwischen dem Bundesamt für Wohnungswesen (BWO), der Stadt Grenchen, dem Architekturforum Solothurn, der SIA Solothurn und dem Kanton Solothurn und werden seit 1996 jährlich durchgeführt.