Uhrenbranche

Grenchner Uhrmacherinnen räumen an internationalem Wettbewerb ab

Marcella Corbetti (links) erreichte den 2. Rang, Sandra Flück wurde mit dem Preis für Originalität ausgezeichnet. om

Marcella Corbetti (links) erreichte den 2. Rang, Sandra Flück wurde mit dem Preis für Originalität ausgezeichnet. om

Zwei Schülerinnen des Zeit Zentrums Grenchen haben beim Wettbewerb des Instituts Horlogerie Cartier, der zum 19. Mal durchgeführt wurde, abgeräumt. Sie erhielten als Preis eine Cartier-Uhr.

Einmal mehr belegt das Zeit Zentrum Grenchen an einem internationalen Wettbewerb vorderste Plätze. Die Aufgabenstellung war nicht einfach: Es galt, ein Zifferblatt einer mechanischen Taschenuhr künstlerisch zu gestalten und die eigenen Initialen ins Kunstwerk einzufügen. Zeitrahmen: 32 Stunden. Von insgesamt 97 eingereichten Arbeiten erreichte die 20-jährige Marcella Corbetti den ausgezeichneten 2. Rang. Ihre Familie war schon vor einiger Zeit nach Florida ausgewandert.

Zu Hause auf die Idee gekommen

Nach ihrem Bruder, der bereits seine Ausbildung im Zeit Zentrum abgeschlossen hat, war auch Marcella wieder in die alte Heimat zurückgekehrt, um hier ihre Ausbildung zur Uhrmacherin zu absolvieren. Sie gestaltete als Wettbewerbsarbeit ein Zifferblatt mit Scherbenstücken. «Mir ist zu Hause ein Glas zerbrochen. Als ich die Scherben zusammenwischte und das Funkeln und die Lichtreflexe bemerkte, kam ich auf die Idee, dies bei meiner Arbeit zu verwenden.» Ihr Kunstwerk überzeugte die Jury.

Grosse Konkurrenz

Ebenfalls einen begehrten Preis, den für Originalität, erreichte Sandra Flück aus Brienz, die ihre Ausbildung im Zeit Zentrum absolviert. Sie hatte einen Schmetterling aus Messing gefeilt, diesen auf ein Plexiglas geschraubt und dieses über den Zeigern aufgehängt. Die Fühler haben die Form ihrer Initialen. Das Raffinierte: Bewegt man die Uhr, bewegt sich auch der Schmetterling, so als ob er davonfliegen wollte.

Die beiden jungen Uhrmacherinnen erhielten je eine Cartier-Uhr als Preis. Die Konkurrenz war gross: Nicht weniger als sechs Uhrmacherschulen und 13 Uhrenfirmen aus der Schweiz und Deutschland nahmen am Wettbewerb teil.

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