So hat beim Wettbewerb der Genfer Nobelmarke Patek Philippe wieder ein Uhrmacher des Zeitzentrums Grenchen zugeschlagen. Genau genommen gleich zwei. Im «Kunstfertigkeits- und Präzisionswettbewerb» mit 18 Teilnehmern der sechs Schweizer Uhrmacherschulen haben die Lehrlinge aus Grenchen den ersten und den dritten Platz geholt. Bereits 2011 hatte der damals 18-jährige Samuel Schmid aus Langendorf für das Zeitzentrum diesen Wettbewerb gewonnen.

Diesmal geht der erste Preis an Christian Lehmann (17) aus Zofingen (AG). Er gewinnt zwei Weiterbildungspraktika: Je eine Woche im Patek Philippe Werk in Genf und in im Service Center in München. Der Dritte Preis, ein Praktikum in Genf, geht an Rahel Bryner (19) aus Sumsiswald (BE).

Beide Lernende erhalten zudem einen Koffer mit Uhrmacher-Werkzeug vom Feinsten. «Der Preis bedeutet zunächst einmal eine grosse Ehre für uns», sagt Rahel Bryner. Und ein Praktikum bei einem klingenden Namen der Branche mache sich immer gut im Curriculum. Die beiden Lernenden konnten die Auszeichnungen anfangs Juni in Genf in Anwesenheit von Patek Philippe-Direktor Thierry Stern entgegennehmen.

Schwierige Entscheidung

Waren die Kollegen in der Uhrmacherschule nicht neidisch? «Nein, ich glaube, sie freuen sich mit uns», sagt der Wettbewerbsgewinner Christian Lehmann. Allerdings sei es sicher keine leichte Entscheidung für den Lehrmeister (Max Bossart, Anm. d. Red.) , wen er an den zweitägigen Berufswettbewerb nach Genf schicke. Jede Uhrmacherschule darf drei «Stifte» im zweiten Lehrjahr stellen. Das ZeitZentrum kann nun den Wanderpokal, der mit dem ersten Preis verbunden ist, während eines Jahres behalten.

Laut Bryner hatten die Teilnehmer die Aufgabe, ein ihnen bis anhin unbekanntes Uhrwerk des Genfer Herstellers möglichst gut zu reglieren und die Gangabweichung zu minimieren. Der Patek Philippe-Wettbewerb wurde zum vierten Mal durchgeführt.

Im vergangenen Jahr haben die Grenchner Lehrlinge bei einem Wettbewerb für Drittlehrjahr-Stifte drei Auszeichnungen geholt, darunter den Hauptpreis. Bei diesem Wettbewerb des Herstellers Cartier geht es darum, eine möglichst originelle Uhr zu entwerfen.

Nick Hayek kommt

Am kommenden 5. Juli um 14 Uhr feiert das Zeitzentrum übrigens Lehrabschlussfeier. Dabei macht Nick Hayek, Chef der Swatch Group, seine Aufwartung. Der Chef der grössten Uhrenfirma der Welt wird die Festansprache halten.