9,5 Meter lang, 3,35 Meter hoch und 1,05 Meter breit. So gross ist das Aquarium, das die Firma Breitling an ihrem Stand in luftiger Höhe präsentieren wird. Das Aquarium, welches von der japanischen Firma Nipura als Spezialanfertigung für Breitling gebaut und letztes Jahr zum ersten Mal gezeigt wurde, wiegt leer rund 12 Tonnen und hat ein Fassungsvermögen von 16,5 Tonnen Wasser. Die Scheiben - 13 Zentimeter dick - sind aus einem Plexiglas-ähnlichen Methacrylat, damit sie den Wassermassen standhalten können.

Die Grenchner Uhrenfirma Breitling zeigt an der Baselworld erneut ihr riesiges Aquarium mit Meerwasserfischen

Die Grenchner Uhrenfirma Breitling zeigt an der Baselworld erneut ihr riesiges Aquarium mit Meerwasserfischen

Seit rund einem Monat ist das Aquarium nun schon in Basel in Betrieb. Der Aufbau des gesamten Stands dauerte in etwa so lange, das Aquarium wurde zuerst montiert. Auch in den nächsten Jahren soll der Stand diese Attraktion beinhalten, sagt Charlène Reynaud, PR- und Social-Media-Beauftragte bei Breitling. Die Frage nach den Kosten entlockt Reynaud ein heiteres Lachen: «Diese Frage beantworten wir selbstverständlich nicht.»

Nicht bloss ein Glaskasten

«Der Aufbau einer solchen Konstruktion für eine so kurze Zeitspanne gilt als Weltexklusivität», so die Verantwortlichen von Breitling. Zu den aufwendigen Mechanik- und Hydraulikinstallationen komme eine erhebliche biologische Vorbereitung.

«Damit die Fische im Aquarium sich nicht durch ihre eigenen, vorwiegend ammoniakhaltigen Ausscheidungen in einem vollständig geschlossenen Wasserkreislauf vergiften, bereitet ein komplexes Biosystem das Wasser auf. Zu diesem Zweck müssen nitrifizierte Bakterien in einem Biofilter beimpft und danach während zweier Monate gezüchtet werden.»

Nach diesen Vorbereitungen ist der Abfallbeseitigungsmechanismus schon in vollem Gang und sorgt für die gewünschte Wasserqualität, wenn die Fische im Aquarium ausgesetzt werden - was bereits vor einem Monat geschah. Als Endprodukt der Oxidationskette werden die im Vergleich zum Ammoniak weit weniger giftigen Nitrate durch Aktivkohle und spezifische Harze eliminiert.»

Im unterirdischen Maschinenraum befindet sich ein Minilabor. Mehrmals pro Tag werden Messungen des Wassers vorgenommen. Die verschiedenen physikalisch-chemischen Parameter (pH-Werte, Salzgehalt, Temperatur, Ammoniak-, Nitrit- und Nitratkonzentration, Sauerstoffgehalt) werden so überwacht und gegebenenfalls korrigiert.

Eine blau getönte Innenwand - sie ist etwas kürzer als das Aquarium, damit die Fische von einer Seite auf die andere schwimmen können - trennt das Wasservolumen in zwei Teile. Eine Umwälzpumpe gewährleistet optimale Lebensbedingungen für die Aquariumbewohner.

Rund 3550 Fische werden gezeigt

Goldbrassen, auch Doraden oder «Dorade Royale» genannt, Fahnenbarsche und Mönchsfische werden das Aquarium bevölkern (siehe separater Artikel links). Die Fische stammen aus einer Zucht am Mittelmeer und wurden in speziellen, klimatisierten Lastwagen nach Basel gebracht.

Ein Fachmann aus dem Musée Oceanographique in Monaco, aus der die Doraden stammen, ist die ganze Zeit vor Ort und sorgt für das Wohl der Fische.

Nach ihrem Auftritt an der Baselworld landen die Fische übrigens nicht in irgendwelchen Bratpfannen, sondern werden auf demselben Weg wieder ans Mittelmeer gebracht und in die Freiheit entlassen.