Tennis
Grenchner Tennisspieler hat die ersten ATP-Punkte im Visier

Vullnet Tashi aus Grenchen trainiert im US-amerikanischen Houston und startet in diesem Sommer erstmals auf der ATP-Tour. Der 19-Jährige steckt mitten in der Vorbereitung.

Yvonne Stampfli
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Vullnet Tashi will hoch hinaus.

Vullnet Tashi will hoch hinaus.

Seit Oktober trainiert Vullnet Tashi in Amerika. Sein Ziel ist ganz klar: Tennisprofi. Der Weg ist aber noch lang. Momentan ist der 19-Jährige in der Vorbereitungsphase für die ATP-Tour. «Jetzt trainiere ich noch zwei bis drei Monate, damit ich gut vorbereitet bin, und dann gehts los», erklärt Tashi seine Pläne. Auf diesen Zeitpunkt ist die Jagd auf die ersten ATP-Punkte geplant. Irgendwo in Asien soll es los gehen, Genaueres weiss er noch nicht.

Safin war sein Vorbild

Während 4 bis 6 Stunden täglich, sechs Tage pro Woche trainiert der Grenchner im Pine Forest Country Club. Am Vormittag stehen zwei Stunden Tennis mit seinem kanadischen Privatcoach Pierre Turmel auf dem Programm. Dabei werden alle Schläge, inklusive Volley und Service, geübt. «An meinem Service muss ich hart arbeiten, der ist noch zu schwach», meint der frühere Marat-Safin-Fan. Seine flachen, schnelle Bälle haben mich unglaublich beeindruckt.» Die zwei- bis dreistündige Mittagspause nutzt der ehemalige Schüler von Chris Edtmeier (Grenchen), um sich zu erholen.

Nachmittags geht es noch einmal für 90 Minuten auf den Hartplatz, um gezielt an einem Detail zu arbeiten. Die letzte Energie verbraucht Tashi am Abend im Konditionstraining. Sonntags geniesst er seinen einzigen freien Tag. Mit seinem Trainer Turmel versteht er sich hervorragend: «Die Kommunikation stimmt, alles passt, tipptop.» Auf die Houstoner Tennisschule ist Tashi während der U18-EM in Klosters gestossen. «Ein Russe spielte da plötzlich sehr gut. Er hat mir erzählt, dass er in Houston trainiere.»

Federer ist sein Vorbild

Die Schweiz vermisst Vullnet Tashi bislang nicht, schliesslich weiss er, wohin sein Weg führen soll und ist voll motiviert. «Ich bin auf dem richtigen Weg, es macht Spass und alles läuft gut.» Je nach dem, wie die Resultate ausfallen, wird sein Programm aussehen. Sicher ist nur, dass er mindestens ein Jahr in Amerika bleibt. Ob der Schweizer seinem Grenchner Klub im Frühling während der Interclub Meisterschaft Unterstützung leistet, ist noch ungewiss. Da Safin schon vor geraumer Zeit zurückgetreten ist, ist Tashis Bewunderung inzwischen auf Roger Federer umgeschwenkt.