Corona-Virus

Grenchner Stadtpräsident ruft zu Solidarität auf

v.l.: Per Just, Hubert Bläsi, François Scheidegger, Christian Ambühl, Christina Pitschen, Thomas Maritz.

Grenchens Führungsstab Corona

v.l.: Per Just, Hubert Bläsi, François Scheidegger, Christian Ambühl, Christina Pitschen, Thomas Maritz.

Die Grenchner Behörden informierten umfassend zur Corona-Lage und zu den Massnahmen innerhalb der Stadt. Der Stadtpräsident rief auf, sich an die Massnahmen des Bundes zu halten und Solidarität zu zeigen.

Der  Sonderstab der Stadt Grenchen hat  über die Massnahmen im Zusammenhang mit der Unterbindung der Coronavirus-Ausbreitung informiert.  Die Medienkonferenz wurde unter freiem Himmel auf dem Parkplatz der SWG abgehalten.

Stadtpräsident François Scheidegger als Leiter des Sonderstabes lancierte dabei einen Aufruf an die Bevölkerung, sich an die  Vorgaben des Bundesrates zu halten, «Damit genügend Platz in unseren Spitälern bleibt». Im  weiteren gelte es, zusammenzuhalten und solidarisch zu sein, insbesondere auch mit dem betroffenen Gewerbe und der Wirtschaft. «Viele Leute haben heute viele Fragen und Sorgen. Ich rufe deshalb auf zur Nachbarschaftshilfe, insbesondere für die Risikogruppen», sagte Scheidegger. 

Dank ans Gesundheitspersonal

Der Stadtpräsident dankte insbesondere dem Personal im Gesundheitswesen und allen, welche die nötigen Infrastrukturen bereitstellen. Auch die Schulen, die Spitex und die Stadtverwaltung seien besonders gefordert. «Ich danke allen in Grenchen, die sich um andere kümmern.»

Verschiedene Mitglieder des Sonderstabes orientierten über die in ihren Bereichen getroffenen Massnahmen. Polizeikommandant Christian Ambühl orientierte über die Beschlüsse, welcher der  Sonderstab seit des ersten Einberufung am 25. Februar getroffen habe. Das elfköpfige Gremium habe seither viermal getagt und hat 116  Massnahmen verabschiedet.

Die Polizei hat unter anderem ihre Patrouillen verstärkt, um die Umsetzung der Lockdown-Bestimmungen zu überwachen. Dabei seien bisher keine nennenswerten Probleme aufgetaucht, erklärte Ambühl. Zurzeit wird ein neues, mehrsprachiges Informationsblatt  über richtiges Verhalten im Hygienebereich durch die Polizei verteilt.

Spitex speziell gefordert

Spitex-Chefin Christina Pitschen erklärte, ihre Organisation werde «alles daran setzen, um für die Klienten maximale Sicherheit zu bieten. Für Fragen  von Mitarbeitenden wurde ein Hotline Chat eingerichtet. 

Spezieller Bedarf  besteht  beim Mahlzeitendienst, wo eine erhöhte  Nachfrage festgestellt wurde. Die Infrastruktur (Transportbehälter) des Mittagstisches  der  Schulen konnte der Spitex temporär zur Verfgung gestellt werden.

Gesamtschulleiter Hubert Bläsi orientierte über die Organisation des Home Schooling  und die Kinderbetreuung. «Wir haben übers Wochenende die grösste Schule im Kanton neu organisiert - uns ist es  also nicht langweilig geworden. An die 200 Lehrkräfte und 1640 Schülerinnen und Schüler sind in die Planung einbezogen. «Diese erfolgt rollend und muss je nach Erfahrung angepasst werden.»  Bisher seien aber noch keine grösseren Probleme  aufgetaucht.

Mitunter improvisieren

Feuerwehrkommandant Thomas Maritz als Sicherheitsbeauftragter der Stadt berichtete, dass die Feuerwehr zurzeit mit der Bereitstellung von Hilfsmitteln wie Desinfektionsmaterial befasst ist. Dazu müsse aufgrund ausbleibender Lieferungen mitunter improvisiert werden. So werden  etwa Seifenspender mit Desinfektionslösung abgefüllt.

SWG-Chef Per Just orientierte schliesslich, dass Versorgung mit Energie und Wasser uneingeschränkt gesischert   ist. Die Schalter der SWG sind allerdings seit 16. März geschlossen. der Pikettdienst wurde  verstärkt.

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